Virginia in der Schublade
Stefano Biolchini
Virginia nel cassetto
CaffèOrchidea
Zusammenfassung
Es gibt verborgene, verfluchte Geschichten. Die Familie Corsini – adlige und stolze sardische Gutsbesitzer – konnte eine davon jahrelang verbergen. Doch nach dem Tod seines Vaters begann Andrea eine Suche, die in Paris, in einer kleinen Familienwohnung, ihren Anfang nahm. Durch Briefe, Fotos und Erzählungen gelangte er zu Virginia und ihrem Schicksal; er begann, einen Roman darüber zu schreiben. Im alten Sardinien, inmitten labyrinthischer Dorfgassen, schwerer Blicke und Stimmen auf den Straßen, bietet Virginias Geschichte einen Einblick in die sardische Welt während der zwanzigjährigen faschistischen Herrschaft und erkundet Familienstolz, Besitzgier und Generationenkonflikte. Und sie enthüllt eine Geschichte von Mut und Rebellion, das Epos einer post-ibsenischen Nora auf der Suche nach Erlösung. In den emotional aufgeladenen Seiten dieses Romans, der ein privates und doch universelles Thema aufgreift, stehen zwei Fragen im Mittelpunkt der Erzählung: Kann Literatur nach so vielen Jahren das Leid derer, die vor uns lebten, wiedergutmachen? Und zu welchem Preis?
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