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Sant'Andrea Alley 9

Manuela Faccon

Vicolo Sant’Andrea 9

Feltrinelli

Zusammenfassung

Padua, 1950er Jahre. Teresa arbeitet als Concierge in einem Gebäude in der Innenstadt. Hinter ihrer bescheidenen und scheinbar unbedeutenden Erscheinung verbirgt sie ein brennendes Geheimnis.
Im Dezember 1943, mit sechzehn Jahren, kehrt sie von einem Treffen unter den Arkaden der Piazza delle Erbe mit dem Jungen, den sie liebt, zurück und wird Zeugin der Verhaftung der jüdischen Familie, für die sie arbeitet und die sie erzogen und ihr Lesen beigebracht hat. Kurz bevor die Soldaten sie abführen, vertraut die Hausherrin ihr ihr jüngstes Kind an: Amos, mit großen dunklen Augen und einem erdbeerroten Muttermal im Nacken. Doch jemand verrät sie, und Teresa wird gewaltsam von ihrem Kind getrennt und zur Strafe in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.
Jahre später denkt sie immer noch an dieses Kind. Wird er noch leben? Was für ein Mensch wird er geworden sein? Und wie weit wird sie gehen müssen, um ihr Versprechen zu halten? Sie arbeitet für die wohlhabenden Frauen der Familie Pozzo, so ganz anders als die liebevolle Frau Levi oder die große Familie, in der sie auf dem Land aufgewachsen ist, und sucht nebenbei nach Amos.
Bis ihr ein weiterer Schicksalsschlag die lang ersehnte Chance bietet: Sie muss eine Ehre erweisen, eine Wahrheit verkünden, bevor sich die Tür von Vicolo Sant'Andrea 9 für immer öffnet und sie endlich frei ist, neu anzufangen.
Manuela Faccon zeichnet anhand historischer Ereignisse und Kindheitserinnerungen das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, die – wie so viele andere – innerlich zerbrechlich, nach außen hin aber stark ist, für andere. Ein intimer und intensiver Roman über weibliche Würde, über die Opfer, die Loyalität mit sich bringt, sowohl anderen als auch sich selbst gegenüber. Eine kraftvolle, neue Stimme mit einer zeitlosen Musikalität.
Die 1950er Jahre.
Die Hausmeisterin von Vicolo Sant'Andrea 9 hütet ein Geheimnis. Nun ist endlich die Zeit gekommen, es zu offenbaren.

Bewertungen

Sofia Cometto

De Amicis High School of Cuneo, Klasse 2A

Ich fand das Buch interessant und insgesamt leicht zu lesen, trotz der schweren Thematik, wie der Deportation der Juden und der Gewalt im Zweiten Weltkrieg. Die Protagonistin hat mir sehr gefallen, und ich bewundere ihre Beharrlichkeit und ihren Willen. Diese junge Frau erleidet tatsächlich viel Unrecht und Misshandlung, hält aber unbeirrt ihr Versprechen. Der einzige negative Aspekt des Buches war für mich die Handlung, der ich aufgrund der vielen Zeitsprünge zeitweise nur schwer folgen konnte.

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