Ein Tag zum Umdenken
Raffaele Riba
Un giorno per disfare
66. und 2
Zusammenfassung
Eine erschreckende Serie von fünf Fotografien zeigt das riesige Stofftier Pluto, wie es die Main Street entlangschreitet, seinen Fellkopf abnimmt und sich mit einer Benzinflasche selbst in Brand setzt. Wir befinden uns im Disneyland Paris, mitten in den Feierlichkeiten zum zwölften Jubiläum des Parks. Der Fotograf war Jacques Vian, Korrespondent von „Le Monde“, der an Parkinson im Frühstadium leidet und desillusioniert vom Leben ist. Unter dem synthetischen Anzug verbirgt sich Matteo Danza, ein Doktorand der Ethologie, der überzeugt ist, den „Niedergang der Menschheit“ aufhalten zu können. Jacques ist von Matteos Geste fasziniert und taucht, wie ein Entdecker, mit vollem Einsatz in dessen Geschichte, Überzeugungen und Ängste ein. Ein langer, emotionaler Bericht, in dem Jacques zum Verfechter von Matteos Utopie wird und sein Opfer besiegelt, wobei er sich auch bewusst ist, dass der Mensch ein Tier ist, das in der künstlichen Natur gefangen gehalten wird, die er selbst geschaffen hat, und von der Notwendigkeit überzeugt wird, "unsere Überzeugungen neu zu ordnen und den Fluchtpunkt zu korrigieren", um schließlich wieder menschlich zu werden.
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