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Alice Zanotti
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Bompiani
Zusammenfassung
Sie ist die Tochter von Carlo und Enkelin von Nello Rosselli, zwei prominenten Antifaschisten, die 1937 ermordet wurden. Sie wuchs in Frankreich, England, den USA und Italien auf. Sie studierte Komposition und Ethnomusikologie, spielte Geige und Klavier und sprach drei Sprachen. Sie pflegte Kontakte zu den führenden italienischen Intellektuellen ihrer Zeit, lebte aber stets in einer intimen, literarischen Welt, geprägt von tiefem psychischem Leid und zugleich außergewöhnlichen sprachlichen Experimenten. Sie ist Amelia Rosselli, und viel wurde über sie geschrieben. Dieses Buch jedoch handelt nicht von ihr, sondern erzählt durch sie. Es ist das Zeugnis einer Begegnung – der Begegnung einer jungen Frau von heute mit ihrem Werk – und einer möglichen Art, Poesie zu lesen: indem man sich von ihrer Diktatur berühren lässt und so versucht, den Lücken und Brüchen des realen Lebens Ausdruck zu verleihen. In diesem Buch erzählt Alice Zanotti von Amelia Rosselli nicht mit dem Maßstab einer Biografin, sondern aus der Perspektive einer jungen, verliebten Frau, die kleinste Details beleuchtet und frei imaginiert, was die Geschichte verschweigt. Das schwierige Verhältnis zu ihren Eltern, die vielen gehörten und gesprochenen Sprachen, die verschiedenen Wohnorte, die Bücher, die verpassten Verabredungen: Alles zerfällt und fügt sich wieder zusammen wie eine Sogwirkung, die auf jeder Seite die Erinnerung an eine Frau mit einem schmerzhaften Leben und einer unverwechselbaren Stimme zum Leben erweckt.
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