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Camilla Ghiotto

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Zusammenfassung

Es ist nie zu spät, wieder Kind zu sein und sich mit der Gegenwart zu verbinden. Renzo und Camilla sind nicht einfach nur Vater und Tochter. Er ist 92, sie 17; ein ganzes Leben trennt sie, vielleicht sogar noch mehr. Camilla hat sich immer ein wenig für diesen Mann geschämt, der schon ergraut war, als sie geboren wurde, und den sie nie so jung und stark erlebt hat wie die Väter ihrer Freundinnen. Als Renzo schwer erkrankt und in eine Klinik eingeliefert wird, aus der bald klar wird, dass er nie wieder nach Hause zurückkehren wird, überkommt Camilla das unbeschreibliche Gefühl, endlich in die Zukunft aufbrechen zu können, ohne zurückzublicken. Die Krankheit ihres Vaters zwingt sie zu erkennen, dass nichts entstehen kann, ohne sich zuvor mit seinen Wurzeln auseinanderzusetzen, dass man jemanden nicht verlieren kann, ohne versucht zu haben, ihn kennenzulernen, und dass ihr vielleicht noch etwas Zeit bleibt, wirklich seine Tochter zu sein. So beginnt sie, in der Vergangenheit zu forschen, um den Jungen Renzo von vor so vielen Jahren wiederzuentdecken, als der Krieg in Italien tobte, als junge Menschen die Berge bestiegen, Gewehre abfeuerten, Hunger und Kälte litten und Tag und Nacht versuchten, ihren Taten einen Sinn zu geben. Die Zeit, als Renzo „Tempesta“ war, Kommandant einer Partisanenbrigade. Für Camilla bedeutet die Wiederentdeckung ihrer Familiengeschichte und einer kollektiven Erinnerung, die bis heute nachhallt, eine neue Perspektive auf die Welt, auf andere und auf die Liebe zu gewinnen. Mit einer außergewöhnlich feinfühligen Sprache, die Überraschungen bereithält und immer wieder neue Facetten des Seins offenbart, verleiht Camilla Ghiotto einer Generation eine Stimme, die sich bewusst ist, andere, aber nicht weniger entscheidende Kämpfe als die der Vergangenheit ausfechten zu müssen. Denn Freiheit ist niemals endgültig errungen.

Bewertungen

Marianna Dadone

De Amicis Gymnasium von Cuneo, 2. Klasse

Es ist wirklich ein wunderschönes Buch, sorgfältig geschrieben und vermag es, den Leser mit Camilla mitfühlen zu lassen. Die Geschichte der Partisanen fand ich aufgrund der vielen Namen und des unpassenden zeitlichen Kontextes etwas verwirrend, was das vollständige Verständnis erschwert. Ein paar weitere Erklärungen würden uns sicherlich helfen, dieses beeindruckende Zeugnis besser zu würdigen. Camillas Geschichte hingegen ist sehr gut geschrieben und fesselnd.

Vanessa

De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3G

Im Roman „Tempesta“ schätzte ich die authentische und lehrreiche Darstellung des Partisanenkampfes. Camilla Ghiotto regt die Leser zum Nachdenken über die Bedeutung von Freiheit und Widerstand an. Der Roman besticht durch seine Fähigkeit, eine eindringliche Botschaft zu vermitteln und einen grundlegenden Teil der italienischen Geschichte zu beleuchten.

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