Die Knochen von Gabibbo
Virginia Virilli
Le ossa del Gabibbo
Feltrinelli
Zusammenfassung
Picozzis Krankheit ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sie wirkt schleichend. Sie zehrt an den Kräften. Sie beugt einen. Sie wirft einen zu Boden. Picozzis Krankheit wächst mit dem neugierigen, scharfen und intelligenten Blick des kleinen Mädchens, der Teenagerin, der Frau, die ihre Tochter ist. Picozzis Krankheit ist Multiple Sklerose, die wie ein Eindringling rigoros und heftig zurückgewiesen wird. „Die Knochen von Gabibbo“ erzählt von dieser Invasion und dem darauf folgenden Widerstand: paradox, witzig und berührend. Und es ist auch die Geschichte eines Mädchens, das den Abstieg ihrer Mutter miterlebt und respektlos und komisch von ihren unbeholfenen homosexuellen Experimenten, ihren Flirts, ihrer Freundschaft mit einer schönen und etwas vom Pech verfolgten Klassenkameradin und ihrer bizarren Liebesbeziehung zu Codino, dem Mechaniker, berichtet. Die Kulisse bildet die italienische Provinz, die kurvenreichen Straßen, das Leben auf vier Rädern und die Mauern, die die Grenzen der Lebensangst markieren. Virginia Virilli hat einen temporeichen und sehr liebenswerten Roman geschrieben, ein originelles und beunruhigendes Zeugnis einer unverschämten Auseinandersetzung mit dem Schmerz.
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