Wir beide
George Rights
Noi due
Rizzoli
Zusammenfassung
Jahrelang wurde uns von einem zerstörten und hoffnungslosen Land erzählt, oder von einem anderen, verzerrten, komischen. Ein unverhülltes Italien mit all seinen Wunden und Sehnsüchten blieb fast unsichtbar. Giorgio Diritti hat es in seinen Filmen gezeigt, indem er die Falten der Geschichte und die alltäglichen Ereignisse von Mut und Angst durchstreifte, hin- und hergerissen zwischen unseren Wurzeln und der Zukunft. Eine Reise der Wahrheit, eine existenzielle Suche. Nun stellt sich Diritti dieser Herausforderung in seinem primo romanzo, diesem hier. Es dämmert, als Carlo und Alice durch die menschenleeren Straßen von L’Aquila zum Bahnhof gehen. Sie können die Gelegenheit, nach Norden zu ziehen, nicht ausschlagen, denn Jahre sind seit dem Erdbeben vergangen, doch in der Stadt herrscht Stillstand. Zwei unterschiedliche Ziele. Eine Gruppe wilder Teenager füllt Alices Tage in einem Heim in Genua. Und sie, die sich immer entschlossen, voller Träume und Naturgewalt gefühlt hat, muss sich nun mit schmerzhaften Geschichten und ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Die Firma ist eine völlig neue Welt, besonders wenn man, wie Carlo, plötzlich nur noch von Frauen umgeben ist und in der emilianischen Landschaft BHs entwirft. Doch er wird von sich selbst überrascht sein und feststellen, wie enthusiastisch, ehrgeizig und risikobereit er ist. Ihr altes Leben ist ihnen beiden fern, und selbst Erinnerungen tauchen nur noch bruchstückhaft auf: die Straßen ihrer Kindheit, die kleinen Gesten, die sie teilten, die weit entfernten Familien. Als Paar zusammen zu sein, gemeinsam zu denken, ist jetzt viel schwieriger. Ihre Liebe steht am Scheideweg, und ihre Zukunft muss erst noch gestaltet werden.
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