Eine halbe Samtdrehung
Zusammenfassung
Als Ciccitta Lampis stirbt, hinterlässt sie ihre Enkelin Lia und ihre Töchter Ruth, Ester und Noemi in großer finanzieller Not. Nach langem Überlegen scheint der Verkauf von Hausnummer 20, einem Gebäude an der Hauptstraße, das seit Generationen im Familienbesitz ist, die einzige Lösung zu sein. Doch die Ankunft von Giorgio Albert aus Paris wird alle Pläne über den Haufen werfen: Vor seinem Tod hatte Ciccitta mit ihm einen Mietvertrag für die Eröffnung einer Buchhandlung abgeschlossen. Die Absurdität dieses Vorhabens empört die ganze Stadt: In Santa Gisa lesen zu wenige Menschen, als dass es Erfolg haben könnte. Vor der Kulisse einer kleinen Stadt im Südwesten Sardiniens wird Hausnummer 20 zu einem Treffpunkt für Romane und verlorene Traditionen, der die Familie Lampis nicht nur daran erinnert, wie viel von ihrer Geschichte sie vernachlässigt hat, sondern auch frischen Wind in eine Gemeinschaft bringt, die sich selbst vergessen hat. Einhundertfünfzig Jahre nach der Geburt von Grazia Deledda zollt Mezzo giro di velluto der Atmosphäre und den Figuren von Schilf im Wind Tribut und erzählt mit einem Hauch von magischem Realismus den dünnen Schleier, der Leben und Tod trennt.
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