Matilda
Rita Coruzzi
Matilde
Piemme
Zusammenfassung
1046, Mantua. Alles begann mit einem Traum: ein Schlachtfeld, Feuer, Hunderte Tote. Und dann eine rothaarige Frau in weißer Rüstung, das Schwert in der Hand, die den Sieg errang und ihr Land zurückeroberte. Davon träumte Beatrice von Canossa kurz vor der Geburt ihrer dritten Tochter Matilda. Sie wusste, dass dem Kind eine große Zukunft bevorstand, doch sie hätte sich nie vorstellen können, dass es zu einem Symbol werden würde, zur gefürchtetsten und angesehensten Frau ihrer Zeit, zur Kämpferin. Laut Überlieferung war es ihr Schicksal, mit einem Krieger adliger Herkunft zusammenzuleben, den ihr Vater auserwählt hatte. Nur eine Ehefrau also, selbst wenn sie adlig war, oder eine Äbtissin eines bedeutenden Klosters. Doch es kam anders. Nach dem frühen Tod ihres Vaters, dessen Stellung Kaiser Heinrich III. als unliebsam empfand, und ihres Bruders, der vergiftet wurde, sah sich Matilda gezwungen, als Großgräfin über alle italienischen Gebiete nördlich des Kirchenstaates zu regieren, für ihre Untertanen zu kämpfen, dem Papst im Investiturstreit beizustehen und zwischen Gregor VII. und Heinrich IV. Frieden zu vermitteln. Sie verbrachte keinen einzigen Tag ihres Lebens für sich selbst, und dennoch gilt sie in der Geschichte bis heute als eine der Protagonistinnen.
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