Kronenbergs letzter Frühling
Zusammenfassung
Jacopo kennt die Romane des berühmten Lionel Kronenberg auswendig, und aus dieser Leidenschaft erwuchs sein Wunsch, Schriftsteller zu werden. Ein Traum, den er leider auf Eis legen musste, zerstört durch einen grausamen Schicksalsschlag. Als er Kronenberg nun auf einem Literaturfestival begleitet, hat er keine großen Erwartungen: Er freut sich einfach, ihn kennenzulernen. Doch Kronenberg erweist sich als mürrisch und unfreundlich. Nichts scheint seine Mauern durchbrechen zu können, nicht einmal Jacopos tiefe Bewunderung. Hinter dem Schriftsteller verbirgt sich jedoch ein Mensch. Ein Mensch mit einem Geheimnis, das er nicht preisgeben will. Denn selbst diejenigen, die von Worten leben, können entscheiden, nur einige von ihnen zu nutzen und andere dem Vergessen zu überlassen. Doch das Erzählen der eigenen Geschichten ist manchmal kein bewusster Akt, sondern ein Urbedürfnis. Ein Instinkt, der jede Barriere überwindet. Der einzige Weg, dem Chaos der Realität einen Sinn zu geben. Kronenberg hatte nicht damit gerechnet, dass es genau in diesem Moment geschehen würde, und Jacopo war nicht bereit, von diesem Wirbelsturm der Wahrheit mitgerissen zu werden. Nun muss er nur noch seinen Stift wieder zur Hand nehmen und sich seinem verborgensten Selbst stellen. Nur dann kann er lernen zu leben. Doch dazu braucht es Mut. Den Mut eines guten Autors. Nur dann kann ein Meisterwerk entstehen.
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