Der strahlende
Cesare Sinatti
La splendente
Feltrinelli
Zusammenfassung
„Keine Sterbliche wird schöner sein als sie“, prophezeit Zeus in Gestalt des Schwans, der Leda schwängert; und so beginnt mit der Geburt Helenas der Strahlenden dieser Roman, der den gesamten sogenannten „Trojanischen Zyklus“ umfasst. Geschichten aus fernen Ländern, aus antiken Theogonien und Mythen, die vom gemeinsamen Schicksal von Göttern und Menschen singen, erzählen eine düstere und blendende Parabel: den Übergang vom Goldenen Zeitalter zum Eisernen Zeitalter, das Ende des Heldenzeitalters. Geschichten, die sich gerade durch Helenas Schönheit verflechten – die begehrteste, die umstrittenste und die unerreichbarste. Doch Cesare Sinatti inszeniert Mythen nicht einfach nach; er rückt die Götter in den Hintergrund und schwächt ihre Macht über die Schicksale der Einzelnen, indem er die Formen von Epos und Tragödie (antike und moderne, von Euripides bis Shakespeare) miteinander verwebt und die Menschlichkeit der Gefühle und Leidenschaften der Protagonisten eindringlich auf die Bühne bringt. Losgelöst von der Starrheit des Mythos treten Odysseus, Agamemnon, Menelaos, Achilles und Patroklos, aber auch Epipola, Klytaimnestra, Penelope und viele andere mit äußerster Klarheit aus diesen Seiten hervor…
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