Das Wesen des Bösen
Luca D'Andrea
La sostanza del male
Einaudi
Zusammenfassung
1985 wurden Kurt Schaltzmann, Markus Baumgartner und seine Schwester Evi im Bletterbach, einer gigantischen Schlucht, deren Fossilien die schreckliche Geschichte der Welt offenbaren, getötet. Jemand hatte sie während eines Sturms regelrecht massakriert. Ihre Leichen waren so verstümmelt, dass man bezweifelte, ob ein Mensch ein solches Massaker verübt hatte. Dreißig Jahre später stieß Jeremiah Salinger, ein amerikanischer Dokumentarfilmer, der eine Einheimische geheiratet hatte, auf die Geschichte und wurde von ihr in den Bann gezogen. Jeder in Siebenhoch, dem kleinen Dolomitenort, in den er gezogen war, riet ihm – mehr oder weniger bedrohlich –, aufzugeben. Sogar sein Schwiegervater Werner, ein ehemaliger Bergretter, einer der Männer, die die Leichen der drei Jungen gefunden hatten; sogar seine Frau Annelise sorgte sich um ihn und ihre kleine Tochter Clara. Es war, als hätte dieses Blutbad einen Fluch mit sich gebracht. Als wäre etwas Furchtbares, das man für verschwunden hielt, im Bletterbach erwacht, etwas so Altes wie die Erde selbst.
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