Der Maler aus Tokio
Zusammenfassung
Palermo, 1938. Während ihre Altersgenossinnen heiraten und Kinder bekommen, flitzt Jolanda mit dem Fahrrad über die Felder, trägt die Hose ihres Bruders, das Haar weht im Wind, und die Kamera hängt ihr ständig über der Schulter. Sie sehnt sich nach Freiheit, weiß aber, dass diese für eine Frau in Sizilien aus kleinen, heimlichen Eroberungen besteht: wie den Gedichten, die sie unter falschem Namen schreibt und an die Stadtmauern hängt, oder der Arbeit als Fotojournalistin, die ihr Vater ihr erlaubt, während sie auf ihren Ehering wartet. Europa wird derweil von Rassengesetzen und der drohenden Gefahr eines neuen Krieges erschüttert. Von einem anderen Leben zu träumen scheint unmöglich, doch das Schicksal hält eine unerwartete Chance für sie bereit: ein Ticket nach Tokio, bezahlt von einem mysteriösen Gönner. So stößt Jolanda scheinbar zufällig auf die Geschichte von O'Tama Kiyohara, einer außergewöhnlichen japanischen Malerin, die über fünfzig Jahre aus Liebe in Palermo verbrachte und mit ihren Werken eine unsichtbare Brücke zwischen den beiden Inseln ihres Herzens schlug. Ihre Begegnung mit O'Tama und Japan wird für sie ein Neubeginn sein. Beim Anblick der eleganten Kimonos, der erhabenen Erscheinung des Fuji und der Anmut der Pflaumenblüten wird sie ein Land voller Schönheit und Tradition entdecken und durch ihre Linse die Natur, die Kunst und die Weiblichkeit mit neuen Augen sehen.
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