Die Panikfabrik
Stefano Valenti
La fabbrica del panico
Feltrinelli
Zusammenfassung
Ein karges Tal. In seiner Mitte der langsam fließende Fluss. Ein Mann wirft flache Steine ins Wasser. Sein Sohn findet ihn versunken, fieberhaft, in diese Landschaft vertieft. Dort hatte er mit dem Malen begonnen, in jedem Bild eine mögliche Erlösung gesehen, und nun ist er dorthin zurückgekehrt, da ihn das Böse zu verzehren droht. Doch das Böse begann lange zuvor, in den 1970er Jahren, als der Malervater sein Tal verließ und in die Ebene hinabstieg, in eine fremde Stadt, in einen kabinenartigen Raum zum Schlafen, in eine asbestverseuchte Abteilung. Vor den Fabriktoren wird um Schichten, Löhne und humanere Arbeitsbedingungen gekämpft, doch niemand ahnt, wie sehr der Körper des Arbeiters Krankheit und Tod ausgesetzt ist. Dort begann der Malervater zu sterben. Sein Sohn hat eine Panik geerbt, die ihn ans Haus fesselt, und aus der schutzlosen Enge dieses Exils blickt er zurück in die Fabrik, zu seinen brennenden Träumen, seiner schwindenden Fantasie, dem subtil verwundeten Körper derer, die diese Hölle „Arbeit“ nannten. Erst die Begegnung mit Cesare, einem Arbeiter und Gewerkschaftsfunktionär, hilft ihm, seine Angst zu überwinden und die Geschichte seines Vaters, eines Malers, und all der Arbeiter, die an Lungenkrebs starben, nachzuzeichnen. Von da an lässt ihn die Erinnerung nicht mehr los und sucht nach Farbe, Liebe und einem neuen Schicksal.
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