Das Haus am Damm
Daniela Raimondi
La casa sull’argine
Norden
Zusammenfassung
Die Familie Casadio lebte seit jeher im Dorf Stellata, im Dreiländereck von Lombardei, Emilia und Venetien. Sie waren einfache, ehrliche und fleißige Leute. Doch Anfang des 19. Jahrhunderts änderte sich alles: Giacomo Casadio verliebte sich in die Roma Viollca Toska und heiratete sie. Von diesem Moment an teilte sich die Familie in zwei Linien: die blauäugigen, blonden Träumer, die Giacomos Erbe antraten, und die Hellseher, die die schwarzen Augen und Haare der Wahrsagerin Viollca geerbt hatten. Von Achille, der unbedingt das Gewicht eines Atemzugs ergründen wollte, bis zu Edvige, die mit ihrem vor zwei Jahrhunderten verstorbenen Onkel Briscola spielte; von Adele, die bis nach Brasilien reiste, bis zu Neve, die einen süßen Duft verströmte, wenn sie glücklich war – die Casadios lebten im Spannungsfeld zwischen dem unbändigen Wunsch, dem Schicksal zu trotzen, und der gefährlichen Gewohnheit, ihren Träumen nachzujagen. Und sie setzen jede Entscheidung konsequent um, ob sie nun von Liebe oder Rebellion, von Gerechtigkeitsdrang oder dem Wunsch, die Welt zu verändern, diktiert ist. Doch vor allem trotz der schrecklichen Prophezeiung, die Viollca in einer stürmischen Nacht in den Tarotkarten las … Die Saga einer Familie entfaltet sich über zwei Jahrhunderte Geschichte und zeichnet die Ereignisse nach, die Italien geprägt haben: von den revolutionären Aufständen, die zur Einigung führten, bis zu den Bleiernen Jahren.
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