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Das Haus der Blicke

Daniele Mencarelli

La casa degli sguardi

Mondadori

Zusammenfassung

Daniele ist ein junger Dichter, geplagt von einer unbekannten Krankheit, „einer unsichtbaren Erkrankung des Herzens oder des Gehirns“. Er weigert sich, den Ritualen, denen sich die Menschheit scheinbar unterwirft, blind zu gehorchen: einen Job finden, eine Familie gründen … Stattdessen gerät sein Leben in einen Strudel der Leere, und seit vier Jahren stürzt er „genau wie ein olympischer Turmspringer“. Er hat nicht einmal mehr die Kraft zum Schreiben, und sein Dasein erscheint ihm sinnlos. Daniele bittet seine Eltern um Hilfe; er muss überleben, und das will er durch Arbeit. Am 3. März 1999 unterzeichnet er einen Vertrag mit einer Kooperative, die mit dem Kinderkrankenhaus Bambino Gesù in Rom verbunden ist. In diesem besonderen „Zuhause“, bewohnt von Kindern, die von der Krankheit gezeichnet sind, begegnet er vielen Blicken, die ihn allmählich dazu bringen, eine unbequeme Frage zu stellen: Warum, wenn Leid das einzige Gesetz zu sein scheint, das die Welt regiert, ist es dann noch lebenswert und lohnenswert, etwas aufzubauen? Die Antworten werden jenseits jeder Rhetorik und mit explosiver Wucht aus der täglichen Erfahrung harter Arbeit und der Solidarität unter den Kollegen kommen, an einem Ort wie Bambino Gesù, wo sich das Wesen des Lebens in all seiner Brutalität und in Augenblicken unerwarteter Schönheit offenbart. Hier wird Daniele einen immer dringlicheren inneren Ruf verspüren, die Augen nicht zu verschließen, und er wird ihn als Geschenk annehmen.

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