Edelstahl
Eugenio Raspi
Inox
Baldini & Castoldi
Zusammenfassung
Terni. Acciai Speciali Werk. Ein Unfall an den Hochöfen betrifft unbeabsichtigt den Vorarbeiter und einen Materialbearbeiter. Sergio Asciutti, Fließbandarbeiter und Bruder des Geschäftsführers, und Giulio, ein Kranführer, werden beschuldigt. Ersterer bleibt in der Leitwarte, während Giulio, nach seiner Degradierung zu einer unbedeutenden Position, Rache plant und versucht, das Unternehmen zu betrügen, um die erlittene Ungerechtigkeit auszugleichen. Die Geschäftsleitung bereitet jedoch die Übergabe der Werksleitung vor, und Sergios Team reagiert angesichts der drohenden Arbeitsplatzverluste individuell und nach den Bedürfnissen der Familie. Der Rückzug der deutschen Eigentümer zugunsten eines russischen Unternehmens, das ohne nennenswerte finanzielle Garantien aufgetaucht ist, ist der Auftakt zu Kontroversen, Streiks und Auseinandersetzungen. Zudem bröckelt die Einheit der Gewerkschaften, gefährdet durch die Verwicklung des Vaters der Asciutti-Brüder, der bei einer Demonstration zwischen Arbeiter und Polizei in die Auseinandersetzungen geriet. Die Beziehung der beiden Brüder, die durch ihre unterschiedlichen Positionen im Unternehmen ohnehin schon angespannt war, zerbricht. Mit „Inox“ verfasst Eugenio Raspi eines der bedeutendsten Werke unserer Industrieliteratur, das die Spanne von Paolo Volponis „Memoriale“ bis zu Stefano Valentis „La fabbrica del panico“ umfasst. Mit einer flexiblen und höchst originellen Stimme dringt Raspi mit Akribie und Klarheit in die Fakten ein und vermittelt Emotionen und ein Gefühl für die Realität – ein eindringliches Zeugnis unserer Zeit.
Partner
in Zusammenarbeit mit
mit Unterstützung von