Neigung zur Liebe
Tijana M. Djerkovic
Inclini all’amore
Spielplatz
Zusammenfassung
Kann eine junge Frau die Nachfolge einer rein männlichen Familie und Geschichte antreten? Ja, wenn sie „zur Liebe geneigt“ ist und die Kunst des Erzählens besitzt, die Kunst, mit Worten zu fesseln. Worte, die ein ganzes Jahrhundert, das 20. Jahrhundert, mit all seinen Umbrüchen, seiner Euphorie und seinen Tragödien einfangen. Wir beginnen mit Milovan, Ariannas Großvater, der Ende des 19. Jahrhunderts zusammen mit fünf Gefährten ein kleines, abgelegenes Dorf in Montenegro verlässt, um sein Glück zunächst in Europa und dann in Amerika zu suchen. Milovan wird der Protagonist dieser Reise, aber auch der Erzähler, der seinen Sohn Vladimir (Ariannas zukünftigen Vater) in der Kunst des Erzählens unterweist. Mit zwölf Jahren, nach der deutschen und italienischen Besetzung, schließt er sich Titos Partisanen an, um seinem persönlichen Gott, seinem Bruder Mihailo, zu folgen. Wladimirs Arm wird bei einer Granatenexplosion amputiert, doch nach Kriegsende entdeckt er die Liebe und die Poesie wieder, deren brillanter Interpret er wird. Im sozialistischen Jugoslawien mit seinen Ritualen und Eigenheiten wird Wladimirs erstgeborene Tochter Arianna geboren. Die Liebe zwischen dem poetischen Vater und seiner belesenen Tochter ist grenzenlos, fröhlich und voller Magie. Als Arianna heranwächst, verliebt sie sich in einen jungen Architekten, den Sohn eines Generals des Gegenspionagedienstes. Dank seiner Ermittlungen deckt Arianna ein schreckliches Geheimnis auf, das ihr Vater vor ihr verborgen hat …
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