Die erste Geste
Marta Pastorino
Il primo gesto
Mondadori
Zusammenfassung
Was muss man aufgeben, um endlich man selbst zu werden? Anna verlässt ihr Elternhaus und reißt damit ihre Familie aus dem Leben. In der Stadt, in der sie ankommt, findet sie eine ungewöhnliche Aufgabe für eine junge Frau: Sie kümmert sich mit großer Zärtlichkeit um die ältere Maria, pflegt ihren kranken Körper aufopferungsvoll und lauscht ihren Geschichten über ihren geliebten Enkel, den sie seit Jahren nicht gesehen hat. In der Nacht, in der Maria stirbt, bringt Anna ein Kind zur Welt. Doch der Schmerz der Vergangenheit ist zu frisch, lähmend, und erneut muss sie gehen. Sie gibt ihren Sohn im Krankenhaus zurück, seinem ungewissen Schicksal überlassen. So beginnt eine neue Reise auf der Suche nach Erlösung von Schuld – ihrer eigenen und der Schuld anderer. Die Begegnung mit einer jungen Fremden und ihrer Familie ist eine kleine Oase für Anna, in der sie neue Kraft schöpfen kann. Bald wandelt sich ihre Reise zu einer Suche: Ihr Ziel ist Giovanni, Marias geheimnisvoller Enkel. Giovanni wird ihr durch die Techniken des einfühlsamen Tanzes einen neuen Weg zeigen, ihren Körper und sich selbst zu verstehen. Marta Pastorino hat einen eindringlichen, essentiellen Roman geschrieben. Sie berührt unbequeme, fast unaussprechlich schmerzhafte Themen und tut dies mit Mut und Feingefühl, in einer Sprache, die durch Reduktion, durch kleine Ausbrüche dosierter Intensität, voranschreitet. Die Erzählerin führt uns mit der Souveränität einer Choreografin durch die Geschichte, die Anstrengung und Schmerz in der Eleganz einer Bewegung zu verbergen weiß.
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