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Alessandra Demichelis

Finimondi

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Zusammenfassung

Gregorio Finimondi war der Name, den er im Februar 1886 im Findelhaus erhielt. Adoptiert von einem Ehepaar aus Chiusa Pesio (Cuneo), war er mit Milch und Kastanien aufgezogen worden und dennoch so stark wie ein Widder. Eine legendäre Kraft, ein Mut, der im ganzen Dorf bekannt war. 1912 ging er nach Libyen und wurde zum Helden. Das ganze Land jubelte ihm zu, er wurde triumphierend auf den Schultern getragen, und Mädchen rauften sich die Haare. Dann ließ seine Begeisterung nach, und er wanderte nach Argentinien aus. Er machte kein Vermögen. Er kehrte in seine Heimatstadt zurück und wurde zum Militärdienst eingezogen: Es war der Erste Weltkrieg. In den Schützengräben gab er auf: Er floh und ergab sich den Österreichern. Niemand verstand, warum er das tat, aber er wurde gefasst, vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verbrachte sechs Jahre im Gefängnis von Portolongone, aus dem er nach der Amnestie von 1921 entlassen wurde. Er heiratete und wanderte nach Frankreich aus. Er besaß großen Willen und ein Vermögen. An der Côte d’Azur eröffnete er zwielichtige Clubs, Bars und Tanzlokale und verkehrte mit Anarchisten und Polizisten. Er wurde reich. Er gründete eine Familie, wurde Witwer, heiratete ein zweites Mal und genoss seinen Reichtum und seine Nachkommen. Schließlich starb er, als er es so wollte, im Jahr 1969.

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