Wir waren alle am Leben
Claudia Grendene
Eravamo tutti vivi
Marsilio
Zusammenfassung
Liebe und Tod, Kinder und Flucht, Scheidungen und Verrat. „Wir waren alle am Leben“ erzählt die Lebensgeschichten von sieben Freunden zwischen 1993 und 2013, in jenen zwanzig Jahren, in denen sich in Italien und der Welt alles veränderte: Massenbewegungen verflüchtigten sich, die Globalisierung berührte und verletzte, der Neoliberalismus zeigte sein unmenschliches Gesicht. Vor dem Hintergrund von Padua, einer Stadt, die sich durch die Ereignisse in sozialen Zentren, politische Umbrüche und die Auseinandersetzungen um Einwanderer in der Via Anelli wandelte, fließen die Leben der Figuren, kreuzen sich und entfernen sich voneinander. Als sie sich bei Max’ Beerdigung wiedersehen, sind sie gezwungen, zurückzublicken und sich zu fragen: „Was haben wir aus unserem Leben gemacht? Aus unseren Hoffnungen? Aus unseren Wünschen?“ Mit großem Erzähltalent und einer präzisen, gewandten Sprache zeichnet Claudia Grendene, die hier ihr Debüt gibt, das Porträt einer fast unsichtbaren Generation, die zwischen Revolutionsträumen und Unsicherheit, zwischen Universitätsstudium und prekären Arbeitsverhältnissen, zwischen Freiheitsdrang und Frustration schwankt. Ein schmerzhafter und authentischer Roman, bevölkert von Menschen, in denen wir uns wiedererkennen.
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