Überall, für immer
Simona Rondolini
Dovunque, eternamente
Elliot
Zusammenfassung
Laura Paliani fühlte sich ihr Leben lang verpflichtet, den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden: ihres Vaters Luigi, eines berühmten Dirigenten, und ihrer Mutter Olga, einer ebenso berühmten Opernsängerin. Lauras Familie ist ungewöhnlich und kompliziert: Sie sprechen wenig, und die Musik, stets im Mittelpunkt ihres Lebens, ersetzt die Worte, bringt die drei zusammen und entfremdet sie dann wieder. Besonders Luigi, der nach der Aufführung seines geliebten Mahler körperlich und seelisch völlig erschöpft ist (niemand kann seine Kompositionen so dirigieren wie Paliani). Und gerade nach einem Mahler-Zyklus verfällt er in eine tiefe Depression, die ihn in eine spirituelle Sackgasse führt, in der er für immer verloren ist. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter beschließt Laura, ihr Zuhause zu verlassen, unterzutauchen und in einer anderen Stadt ein neues Leben zu beginnen – ein Leben ohne Musik, in dem die Tage gleich verlaufen, unterbrochen von der Arbeit in einem Kaninchenschlachthof. Eines Tages erreicht sie ein Telegramm, das sie zwingt, sich mit allem auseinanderzusetzen, was sie zurückgelassen hat, vor allem aber mit sich selbst und mit der Musik. Denn, wie sie schließlich – auch dank Männern wie ihrem Vater – erkennt, kann die Musik getrennte Welten verbinden und unsichtbare, aber nicht weniger reale Dimensionen offenbaren. Vielleicht hilft sie uns, unsere wahre Heimat zu entdecken.
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