Wo sich die Schwalben verstecken
Enrico Losso
Dove si nascondono le rondini
Garzanti
Zusammenfassung
Lamberto hasst Verstecken. Er hasst verlassene Häuser. Trotzdem ist er sich sicher, dass seine Klassenkameraden irgendwo lauern. Doch als er sich umdreht, um sie zu überraschen, findet er nicht einen von ihnen, sondern eine Frau. Eine Frau mit einer Pistole in der Hand. So lernen sich Lamberto und Irene kennen. Er ist ein schüchterner und unbeholfener Junge, der die richtige Antwort nur findet, wenn er in seinem Zimmer zeichnet. Sie hat ihr ganzes Leben einer Sache gewidmet, die ihr wichtiger ist als alles andere: den Roten Brigaden. Lamberto erfährt von den Roten Brigaden durch die Geschichten seines Vaters, eines Carabinieri. Irene kann gefährlich sein. Sehr gefährlich. Er sollte sie melden, da ist er sich sicher. Doch mit jedem Tag, den er mit ihr verbringt, während sie sich besser kennenlernen, merkt Lamberto, dass er sich stärker und selbstbewusster fühlt. Irene lehrt ihn, dass er immer seine Meinung sagen muss, ohne Angst; dass er an sich selbst glauben und gegen diejenigen rebellieren muss, die Entscheidungen für ihn treffen wollen. Lamberto sät jedoch Zweifel in der jungen Frau, die zuvor nie aufgetaucht waren: War die Entscheidung, ihr Leben für eine bessere Welt zu opfern, die richtige? Gab es wirklich keinen anderen Weg, das System zu zerschlagen? Und konnte dieses unausgesprochene Geheimnis tatsächlich alles verändern? Lamberto und Irene sind verschieden, genau wie ihre Naivität und ihre Desillusionierung. Aber sie sind sich ähnlicher denn je. Bis zu dem Tag, an dem etwas geschieht, das keiner von ihnen jemals vergessen wird. Etwas, das sie zwingt, der harten Realität ins Auge zu sehen. Denn wir leben nicht von Worten allein, auch wenn es Worte sind, die uns helfen zu wachsen und zu dem zu werden, der wir sein wollen.
Bewertungen
Alessandra Rosso
De Amicis High School in Cuneo, Klasse 2H
Ich habe das Buch vor Kurzem beendet und bin voller Emotionen, die ich kaum in Worte fassen kann. „Wo die Schwalben sich verstecken“ ist eine berührende Geschichte über Wachstum und Veränderung, voller Gefühle – sowohl schöner als auch unangenehmer. Der Roman beginnt schlicht und ruhig und stellt die Protagonisten anhand ihrer Gefühle vor. Schon nach den ersten Kapiteln fühlt man sich, als könne man ihre Gefühle nachempfinden, und sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, ist man völlig gefesselt und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn je weiter die Handlung fortschreitet, desto spannender wird sie.
Eleonora Siddi
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Das Buch behandelt ein sehr interessantes Thema: Es ist ein schwieriges Thema, und ich fand den Autor sehr kompetent in der Darstellung der Roten Brigaden. Allerdings empfand ich das Buch aufgrund der ausschweifenden und langatmigen Dialoge als etwas anstrengend zu lesen.
Iris Lavalle
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Ich fand es hilfreich, dass das Buch eine historische Epoche behandelt, die uns nahesteht, aber oft vernachlässigt wird. Die Geschichte ist originell, doch leider empfand ich Irenes Charakter als oberflächlich, ebenso wie die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Protagonisten und der Frau. Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die beiden Freundinnen werden konnten.
Caterina Peano
Liceo de Amicis von Cuneo, Klasse 3H
Die Geschichte ist flüssig und fesselnd geschrieben und berührt durch die Auseinandersetzung mit Themen, die für junge Menschen relevant sind: Schule, Familie, Freundschaften und die Entdeckung einer Welt voller Gewalt und Tod. Sie hilft uns, einen wichtigen Teil der italienischen Geschichte kennenzulernen, der uns sehr nahe geht, denn es geht um die Roten Brigaden.
Partner
in Zusammenarbeit mit
mit Unterstützung von