Dalmar, die Fabel der Elefanten
Kaha Mohamed Aden
Dalmar la disfavola degli elefanti
Unicopli
Zusammenfassung
Auf der Flucht vor dem Krieg landet eine kleine Elefantenherde auf einer Insel, die nur von Bären und Bienen bewohnt wird. Diese leben friedlich zusammen, nachdem sie ihre jeweiligen Territorien streng abgegrenzt haben. Doch sie sind nicht allein: Flüchtige Wesen durchstreifen den Wald, gezeichnet von unermesslichem Schmerz. Etwas Schreckliches muss dort geschehen sein, etwas, das alle anderen Tiere auslöschte, worüber aber fast niemand spricht und das nur vereinzelt in den Reden einiger weniger Dissidenten anklingt. Vielleicht können nur die Neuankömmlinge, Weibchen, die über eine Spezies herrschen, die das Symbol der Erinnerung selbst ist, die Qual dieser Seelen lindern, ihre Erinnerung bewahren und damit die Möglichkeit eines echten Friedens sichern. Eine Geschichte, in der die explizite Erzählung nicht die wahre ist und die wahre Erzählung nicht die explizite; die ein Märchen für ein Kind und eine Warnung für einen Erwachsenen sein kann; die beispielhaft für das Gefühl der Unruhe und Qual steht, das so viele zeitgenössische Nachwirkungen von Massakern kennzeichnet. Wenn Dystopien das Spiegelbild von Utopien sind, dann ist das, was wir hier präsentieren, gewiss keine Fabel, sondern eine widersprüchliche Geschichte.
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