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Was ist nicht still in der Stille?

Martina Merletti

Ciò che nel silenzio non tace

Einaudi

Zusammenfassung

August 1944. Eine mutige und rebellische Nonne entführt ein Neugeborenes aus einer Zelle im Turiner Gefängnis Le Nuove, indem sie es in einen Wäschewagen schmuggelt: Es ist der Sohn eines Deportierten, der dem sicheren Tod geweiht ist. Bekanntlich ist die Wäsche nicht Sache der Deutschen, und die Wagen passieren die Gefängnismauern meist ungehindert. Nun schläft das Baby friedlich, doch jemand muss sich um es kümmern. Oktober 1999. Eine junge Frau setzt sich auf ihr Motorrad, um nach Spuren ihres Bruders zu suchen, dessen Existenz sie bisher ignoriert hatte. Die Wahrheit über ihre Vergangenheit wird zu einem dringenden Anliegen, das lange Zeit unerreichbar schien. Diese beiden Zeitpunkte sind verbunden durch das Leben dieses Jungen, der sich immer ein wenig fehl am Platz fühlte, durch die starken Frauen, die ihn retteten und unterstützten und durch dasselbe Geheimnis verbunden waren, und durch ein zerrissenes und widerspenstiges Land, das den Krieg und die Nachkriegszeit in einem ständigen Kampf mit sich selbst durchlebte. Inspiriert von einer wahren Begebenheit, verwebt Martina Merletti Dokumentation und Fiktion zu einem außergewöhnlichen Erzähltalent. Die noch sehr junge Autorin porträtiert unvergessliche, schweigsame und eigensinnige Charaktere und schafft es, Vergangenheit und Gegenwart mit gleicher Ausdruckskraft zu schildern, um einen Roman zu erschaffen, der uns Seite für Seite fesselt und berührt.

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