Was machen Kuckucke in den halben Stunden?
Carla Fiorentino
Che cosa fanno i cucù nelle mezz’ore
Fandango
Zusammenfassung
Clementina zählt die Flecken an der Decke und spricht mit imaginären Katzen, Porno hat einen Ordner namens „Rettungsanker“ auf ihrem Schreibtisch, gefüllt mit Pornofilmen, Pusher flüchtet sich in Bücher, Flavia heilt mit Steinen, und Clara – nun ja, Clara, mit dreißig, sitzt an der Uni fest, ohne eine sichere Zukunft. Sie alle schwärmen für Electra, die sie zwar verlassen hat, aber zuvor eine nach der anderen verführt hatte. Im Rom der frühen 2000er-Jahre suchen sie alle nach „etwas Fundamentalem“, etwas, das sie vor sinnlosen Treffen, prekären Wohnverhältnissen und flüchtigen Liebesaffären bewahrt, nach einem Projekt, dem Projekt ihres Lebens. Als Clara auf dem Dachboden ihres kürzlich verstorbenen Vaters einen Stapel Gemälde mit nur einem Motiv findet – der Vagina –, wittert Clementina eine Goldgrube, in die sie investieren kann. Doch dafür muss sie einen Plan entwickeln, Claras Widerstand überwinden und ihre Freunde für sich gewinnen. In einer Geschichte, die weder den kleinen alltäglichen Nöten noch den großen, zum Scheitern verurteilten Bestrebungen Zugeständnisse macht, beschreibt Carla Fiorentino in ihrem Debütroman eine Gruppe von Peter Pans, die panische Angst vor Verantwortung haben und auf Sofas gefangen sind und auf die große Gelegenheit warten, sich selbst zu entfliehen.
Partner
in Zusammenarbeit mit
mit Unterstützung von