Sperrig
Raffaella Simoncini
Bulky
NEO
Zusammenfassung
Die Autorin verarbeitet in ihrem Roman ihre eigenen Erfahrungen zu einer Geschichte über Krankheit und die Freundschaft zweier Frauen, die durch ein Krankenzimmer und die Erkenntnis, ihr Leben verändern zu wollen, verbunden werden. Luce liegt im Krankenhaus. In ihrer Krankenakte stößt sie auf den englischen Begriff „bulky“. So heißt ihre Krankheit, jener seltene Tumor, der entfernt werden muss. Ein Name, der auch die Kälte und Sterilität ihrer Krankengeschichte, ihrer Behandlungen und ihrer Genesung umfasst. Ihre Zimmergenossin ist eine ältere, unerträgliche Frau. Eine ehemalige Köchin, wütend auf die Welt, mit einer Wut, die schmerzt, weil sie die Wahrheit sagt. Für Luce scheint die Zeit stillzustehen, ihr Minderwertigkeitsgefühl wächst, die Tage stolpern über eine neue Sprache, die die beiden Frauen erst lernen müssen, um zu entdecken, dass sie jenseits ihrer Krankheit etwas gemeinsam haben: eine unerledigte Angelegenheit mit ihrem eigenen Leben. Raffaella Simoncini erzählt die Geschichte zweier Schicksale, die sich wider Willen in einer Gegenwart ohne Gewissheiten verflechten. Und das tut sie mit einem Roman, in dem diese Gegenwart zu einem unerforschten Meeresgrund wird, den es zu erkunden gilt, um die Oberfläche zu erreichen und zu entschwinden, wie das Papier-Origami, das die Protagonistin als Kind mit ihrer Großmutter gefaltet hat.
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