Warten auf die Schiffbrüchigen
Toskanischer Bär
Aspettando i naufraghi
Mindestfax
Zusammenfassung
Unter den Gästen einer wilden Party, die im Massenselbstmord endet, ist Massimo der Einzige, der nicht abdrückt. Doch das Ende ist nah, für alle. Der Krieg droht, und die Schiffbrüchigen treffen ein. In nur wenigen Monaten ist aus einer anfänglich kleinen Gruppe von Fanatikern eine unaufhaltsame Bewegung geworden, die die gesamte Weltordnung untergraben hat. Das Einzige, was sie eint, ist der Verzicht auf jegliche verbale Kommunikation. Die Schiffbrüchigen drücken sich durch ihre Taten aus – Taten, die gewalttätig, zerstörerisch und endgültig sind. Sich selbst töten oder getötet werden, ist ihnen gleichgültig, das weiß Massimo genau. Doch im letzten Moment beschließt er, die ihm verbleibende Zeit mit Piero, seinem Vater, zu verbringen, der im Hospiz San Giuda liegt, einem Sanatorium in den Tälern eines Hinterlandes, das stark an Ligurien erinnert. Massimo konnte die Krankheit seines Vaters nie akzeptieren, doch nun, da er sich dem Untergang geweiht fühlt, braucht er dessen Anwesenheit. Ein ähnlicher Perspektivenwechsel wird es den anderen Bewohnern des Hospizes ermöglichen, der Last der Verzweiflung zu widerstehen. Ob es nun Dr. Malandra ist, eine schüchterne Chirurgin und Morphiumsüchtige; Guido, ein Krankenpfleger, Alkoholiker und Fanatiker; oder Olga, eine Nonne, die mit Glück und ihrer Vergangenheit ringt – sie alle werden die letztendliche, mögliche Wahrheit verstehen: dass es auch ohne Hoffnung Hoffnung geben kann.
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