Apnoe
Lorenzo Amurri
Apnea
Fandango
Zusammenfassung
Sein Gesicht im Schnee vergraben, wie weiche Watte, die ihm den Atem raubt. Es ist der Schwindel der Atemstillstand. Wenige Augenblicke zuvor war Lorenzo mit seiner Freundin Johanna Ski gefahren. Ein unbeschwerter Moment wie so viele andere, nun unwiderruflich in eine ferne Vergangenheit zurückversetzt. Dann der Hubschrauberflug ins Krankenhaus, das künstliche Koma und eine neunstündige Wirbelsäulenoperation. Von den Brustwarzen abwärts ein vollständiger Verlust von Gefühl und Bewegung. Von nun an werden Lorenzo und sein Körper zu Hause getrennt leben. Doch das Einzige, was jetzt zählt, sind seine Hände. Sie wieder bewegen zu können, wieder Gitarre spielen zu können, denn Musik ist sein ganzes Leben. Von der Intensivstation über die langen Monate der Rehabilitation in einer Zürcher Klinik bis hin zu dem Moment, als er den neuen Mutterleib verließ, der ihn zwar umsorgt und beschützt hatte, ihn aber während seiner Genesung behütet hatte. Und die schwierige Wiedereingliederung in eine Welt, in der plötzlich alles unerreichbar scheint und alle größer geworden sind, bedrohliche Riesen mit imposanten Schatten. Mit Mut und Entschlossenheit erzählt Lorenzo Amurri von seiner Rückkehr ins Leben. Von der Sehnsucht zu sehen, zu berühren, zu fühlen. Endlich wieder lange mit Freunden auszugehen, sich der Liebe seiner Geliebten hinzugeben und die ihm geraubte Freiheit zurückzugewinnen. Jeder Schritt ist ein langsamer Aufstieg an die Oberfläche, ein tiefer Atemzug, der einem vollkommenen, endlosen Atemzug vorausgeht.
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