Adeu
Ignazio Caruso
Adeu
Perrone
Zusammenfassung
Eloi wusste, dass der Brief früher oder später eintreffen würde; was er nicht ahnte, war, wie schwer die Umsetzung des darin Geschriebenen sein würde. Natürlich kennen wir das alle hier in Cadossene: So wollen es die Götter, so will es die Republik. Tatsache ist, dass die ganze Sache für Eloi viel schwieriger ist als für die anderen jungen Leute auf der Insel, da sein Vater Nevio ihn nach dem Tod seiner Mutter allein großgezogen hat. Und dazu war er ein guter Vater, großzügig und fleißig, der alles für seinen Sohn getan und dafür gesorgt hat, dass es ihm an nichts fehlte. Eloi weiß das, und deshalb lebt sie mit fast dreißig Jahren immer noch bei ihm. Aus diesem und vielen anderen Gründen, die mit der Angst vor dem Erwachsenwerden zu tun haben. Deshalb verflucht Eloi die Götter, als der Brief ankommt: Denn von nun an gibt es kein Zurück mehr. So begeben sich Eloi und Nevio auf eine Reise: eine Reise, die sie von Algàr, ihrer Heimatstadt, nach Belvì führt, einem unheimlichen, entvölkerten Dorf, in dem Tante Smeralda noch immer beharrlich lebt, und dann hinauf zu den Hängen und bis zum Gipfel des Berges. Denn dies ist die Aufgabe von Eloi und allen Söhnen Cadossenes: bewaffnet mit Keulen, ihre Alten zu töten und ihre Leichen in den Abgrund des Berges zu werfen. Damit die Alten der Gesellschaft nicht zur Last fallen. Denn so wollen es die Götter.
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