Tschüss, bis morgen
Zusammenfassung
Sabrina Efionayi hat zwei Mütter. Die eine ist Gladys, ihre leibliche Mutter, die in Nigeria geboren wurde und mit neunzehn Jahren nach Italien kam, um zu arbeiten und ihre Familie in Lagos zu unterstützen; sie ahnte nicht, dass ihr Beruf die Prostitution beinhalten würde. Die andere ist Antonietta, eine Neapolitanerin, die sich nie hätte vorstellen können, dass Gladys eines Tages die Straße zwischen ihren Häusern überqueren und Sabrina in ihre Arme legen würde, um sie zu bitten, sich um sie zu kümmern, ihre Mutter zu werden. Sie hatte es sich nicht ausgemalt, aber als es geschah, nahm sie es an. Von diesem Moment an befand sich Sabrina in einer besonderen Situation, denn ihre Bindung zu ihrer leiblichen Mutter, zu ihren Wurzeln, blieb bestehen, und so wuchs sie zwischen Castel Volturno und Scampia, zwischen Prato und Lagos auf, wechselte Familien, Sprachen, Perspektiven und Kulturen und suchte ständig nach einem festen Halt. Ihre Identität ist komplex, eine Identität, die schon ihr Name offenbart: Sabrina, wie die Tochter von Gladys' Peinigerin, auserwählt, um ihr zu gefallen; Efionayi, wie ein Mann, der nicht ihr Vater ist, ihr aber einen Nachnamen gegeben hat.
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