Ein wunderschönes Nichts
Zusammenfassung
Enrico Terrinonis faszinierender Debütroman, reich an literarischen Anspielungen und geheimnisvollen Deutungen, verwebt die Schicksale zweier Gelehrter – eines alten Meisters und eines jungen Studenten –, die sich mit einem Rätsel auseinandersetzen. Dieses Rätsel knüpft an die wenigen Monate an, die der große irische Schriftsteller James Joyce zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Rom verbrachte, und reicht noch weiter zurück in die Vergangenheit zu den Erlebnissen des Philosophen Giordano Bruno, den er als sein Ideal betrachtete und der am 17. Februar 1600 in Rom lebendig verbrannt wurde. Besessen von der okkulten Dimension der Werke von Joyce und Bruno, sieht der alte Professor, ein Außenseiter der akademischen Welt, die Literatur als einen geheimnisvollen, weisen Raum, der absolute Offenbarungen bereithält. Er glaubt, dass die Werke des irischen Autors ein unaussprechliches Geheimnis bergen, einen Schatz verborgener Wahrheiten. Doch er weiß auch, dass er seine Forschung nicht allein fortsetzen kann. Während seines letzten Universitätskurses versucht er, drei Studenten in seine orakelhaften Theorien einzubeziehen: einen schüchternen und ernsten jungen Mann, der nach dem Tod seines alten Meisters dessen Platz einnehmen und sein unvollendetes Studium fortsetzen soll, ein brillantes und impulsives Mädchen und schließlich einen Kommilitonen ungarischer Herkunft, der dazu bestimmt ist, ein berühmter Noir-Autor zu werden.
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