40 Mäntel und ein Knopf
Ivan Sciapeconi
40 cappotti e un bottone
Piemme
Zusammenfassung
Sommer 1942. Vierzig jüdische Jungen und Mädchen erreichen Nonantola in Modena. Sie sind aus Nazideutschland geflohen und versuchen dank Recha Freiers Organisation, Palästina zu erreichen. Nun, da sie sich in der Villa Emma niedergelassen haben, scheint das Schlimmste überstanden. Unter ihnen ist Natan, der all diese Aufmerksamkeit zunächst misstrauisch beäugt. Die Erinnerung an seinen Vater, der nachts verschleppt wurde, der Abschied von seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder schmerzt ihn noch immer. Doch hier fühlt es sich an wie eine völlig neue Welt. Bis am 8. September 1943 Nazitruppen beginnen, in Nonantola ein Lager aufzuschlagen, und die Jungen der Villa Emma eine weitere Flucht planen müssen. Diesmal sind sie jedoch nicht allein; ein ganzes Dorf kämpft für sie.
Bewertungen
Arianna Mondino
De Amicis High School in Cuneo, Klasse 2H
Der Roman erzählt die Geschichte von vierzig jüdischen Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs mithilfe einer Organisation und ihrer Freunde aus Deutschland fliehen konnten. Ihr Ziel war Palästina, doch zunächst mussten sie in Italien Halt machen. Die Kinder fanden Zuflucht in der Villa Emma in Nonantola. Unter ihnen war Natan, der Protagonist, der diese leidvollen Momente ertrug und dabei an seine Familie dachte, die er zurücklassen musste. Als auch Nazitruppen Nonantola erreichten, waren die Kinder gezwungen, mit Hilfe der Stadt eine Flucht zu organisieren. Sie fanden schließlich Zuflucht in der Schweiz, wo sie sich als Schulgruppe ausgaben und, wie der Titel schon andeutet, vierzig identische Mäntel trugen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es interessante Einblicke in die Gedankenwelt einiger Charaktere gewährt und uns verdeutlicht, dass trotz des Leids mancher Menschen viele andere bereit sind, ihnen zu helfen. Die Tatsache, dass diese Geschichte tatsächlich passiert ist, ist bewegend und erschütternd zugleich, denn sie regt den Autor dazu an, über die Themen Freundschaft und Güte nachzudenken.
Iacob Shpresa
De Amicis High School in Cuneo, Klasse 2H
„40 Mäntel und ein Knopf“ ist ein Buch, das eine gewaltige, unglaubliche Geschichte erzählt, die man kaum für wahr halten kann. Es erzählt sie aus der Perspektive eines Kindes, durch dessen Augen und Gedanken, mit dessen Sprache und Denkweise. Der Roman erzählt nicht nur eine wahre Geschichte und einen Akt großen Mutes, sondern zeigt uns durch Natans anfängliches Misstrauen und seine unbändige Freude am Ende auch, dass es Hoffnung gibt, dass wir uns nicht hinter verschlossenen Fensterläden verstecken sollten und dass wir manchmal Risiken eingehen müssen, um das Richtige zu tun.
Elisa Maina
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Dieser Text hebt sich von den meisten Büchern über den Holocaust ab. Es ist eine Geschichte mit einem glücklichen Ende, eine Seltenheit in Büchern dieses Genres. Die Handlung ist fesselnd und flüssig, doch empfand ich den Satzbau aufgrund der Kürze der Sätze als etwas abgehackt. Es gibt keine langen Sätze, und die Lektüre wirkt fast schematisch.
Georgia Barbero
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt, denn neben seinem flüssigen Schreibstil basiert es auf einer wahren Begebenheit, was mich sehr berührt hat. Die Zeit des Holocaust wird wunderschön und mit viel Liebe zum Detail geschildert.
Monica Giordano
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Ich fand dieses Buch sehr gelungen, weil es ein grundlegendes Thema und vor allem einen Teil der Geschichte behandelt, der nicht in Vergessenheit geraten sollte. Gleichzeitig ist der Optimismus der Figuren sehr berührend, der – zusammen mit der Hoffnung – selbst in schwierigen Situationen immer hilfreich ist. Zusammenhalt ist offensichtlich ein ebenso wichtiges Element, das im Text hervorgehoben wird. Der Nachteil ist jedoch, dass das Buch, obwohl es nicht besonders lang ist, an manchen Stellen an Fokus verliert und langweilig wird.
Gesegneter Weg
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Dieses Buch erzählt eine zutiefst bewegende, wahre Geschichte, die Sie bis zur letzten Seite fesseln wird. Es schildert die Flucht einer Gruppe von Kindern, Jugendlichen und ihren jungen Begleitern aus der Provinz Modena in die Schweiz. Besonders beeindruckt hat mich die große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Bürger gegenüber den jüdischen Flüchtlingen, die dabei ihr eigenes Leben riskierten. Das Buch liest sich flüssig, ist spannend und besticht durch kurze, prägnante Sätze. Die Sprache ist einfach und klar. Erzähler ist Natan, der seine persönlichen Erlebnisse schildert: die schmerzliche Trennung von seiner Familie und die Erkenntnis, dass seine Angehörigen den Holocaust leider nicht überlebt haben.
Chiara Saracino
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Ich habe es sehr genossen. Alle Kapitel waren flüssig geschrieben, und meiner Meinung nach ist es dem Autor gelungen, mich die Dinge aus Natans (des Protagonisten) Perspektive sehen und seine Gefühle nachempfinden zu lassen. Dieses Buch zeigt eindrücklich den Schmerz der Trennung, die Angst und das Leid des Verlustes, aber auch die Solidarität, die Stärke der Freundschaft und positive Gefühle. Ich finde, Bücher wie dieses sollten Pflichtlektüre an Schulen sein, um uns jungen Menschen die Grausamkeit des Krieges noch deutlicher vor Augen zu führen.
Fabiola Miraglio Mellano
De Amicis Gymnasium von Cuneo, Klasse 3H
Es ist ein Buch, das viele Emotionen in mir auslöste. Während der Lektüre war ich von Angst und Sorge ergriffen. Die Hilfe und Unterstützung, die die Juden erhielten, hat mich sehr berührt und mir die Bedeutung gegenseitiger Solidarität vor Augen geführt. Tatsächlich riskierten im Buch viele Menschen ihr Leben, um die Juden und die Schwächsten zu verteidigen. Es ist ein sehr schönes Buch, und das Happy End hat mich überrascht, da ich das Schlimmste erwartet hatte. Allerdings wirkte die Erzählung stellenweise etwas langatmig und repetitiv.
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