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Barbara Frandino

È quello che ti meriti

Einaudi

Zusammenfassung

Eine verletzte und verhärtete Ehe ist eine tickende Zeitbombe. Es ist ein Duell, in dem Herz und Verstand stets gleich viel Gewicht haben und Intelligenz die Sache sogar noch verkomplizieren kann. Welche kleinen und großen Grausamkeiten können einander angetan werden, wenn man trotz allem zusammenbleibt, während der Ehering in die Hosentasche und schließlich in die Besteckschublade rollt? Wut ist eine Leidenschaft, und die Gewalt der Zeit, die Claudia und Antonio gemeinsam durchleben, selbst wenn sie eingefroren ist, kann beide erschüttern und sie einem unvorhersehbaren, fast schon düsteren Ende entgegenziehen. Denn dieses Buch birgt zwei Geheimnisse. Das eine ist sentimental: Was ist diese Liebe? Was ist das, was zwei Menschen verbindet, hin- und hergerissen zwischen gegenseitiger Notwendigkeit und dem Wunsch nach Rache? Doch das andere Geheimnis betrifft eine Schuld, die sich nicht ewig verbergen lässt. Er steht oben auf einer Leiter, die an einem Baum im Garten lehnt. Plötzlich schwankt die Leiter; er sucht nach Halt zwischen den Ästen und findet keinen. Sie sieht, wie sich sein Rücken nach hinten biegt, seine Arme in der Luft schwingen. Er fällt zu Boden und steht nicht mehr auf. Die Sanitäter schnallen ihn auf die Trage, laden ihn in den Krankenwagen und bitten sie einzusteigen. Doch sie geht zurück ins Haus, zieht ihren Pullover aus und beginnt aufzuräumen. So beginnt dieser eindringliche Roman, der alle Klischees über die Liebe auf den Kopf stellt. Er richtet den Blick schonungslos auf die Wucht, die Enttäuschung und Schmerz in einer Beziehung entfachen können. Als er nach seinem Herzinfarkt aus dem Krankenhaus zurückkehrt, müssen beide – wie von einem unsichtbaren Klebstoff zusammengehalten – sich ihrem Schmerz und ihren dunklen Seiten stellen. Ihre einzige gemeinsame Sprache scheinen ein paar missverstandene Worte und viele Gesten zu sein, die als Zärtlichkeiten beginnen und in Ohrfeigen enden. Eine Eskalation der Grausamkeit, die einem den Atem raubt.

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