Nicht aus Bosheit
Zusammenfassung
„Jedes Jahr verlieren tausend Menschen weltweit ihr Leben durch Blitzeinschlag. Ich gehöre nicht dazu.“ So beginnt die Geschichte von Anna, die mit ihrem Vater im Landhaus ihrer Großmutter aufwächst. Sie hat einen Bruder, eine abwesende Mutter, einen gescheiterten Vater und eine Großmutter, die Künstlerin und spielsüchtig ist und eine Leidenschaft für Reptilien und eine Tarantel namens Goliath hegt. Anna ist überzeugt, dass sie durch das Überleben eines Blitzschlags anders ist und zu Großem bestimmt ist. Doch mit vierundzwanzig Jahren hat sie noch keine Richtung gefunden und fühlt sich überall fehl am Platz. Die Geschichte ändert sich, als ihre Großmutter plötzlich stirbt und Anna und ihr Vater Vincenzo sich einer Situation stellen müssen, die sie zwingt, ihre Ängste und Befürchtungen zu überwinden. Sie bewegen sich in einer schwierigen Realität, bevölkert von schwer fassbarer Menschlichkeit, Einflussnahme und skrupellosen Gestalten, im gnadenlosen Mailand. In diesem Buch werden Widersprüche und Lügen zum Fresko einer jungen, unentschlossenen Welt, die unfähig ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Doch eine eigentümliche Weisheit macht Anna zu einer bemerkenswert gefestigten Persönlichkeit. „Nicht aus Bosheit“ ist das Debüt einer scharfsinnigen und ironischen Autorin, die eine ebenso groteske wie realistische Geschichte erzählt. Ein Roman, der wie ein Blitz einschlägt. Die Geschichte einer Generation, die dazu verdammt ist, Chancen zu vergeuden, bevor sie zu sich selbst findet, und von Erwachsenen, die nicht mehr in der Lage sind, andere zu beschützen und zu führen. In diesem Buch gehen Jugend und literarische Weisheit letztlich in dieselbe Richtung. Beatrice Benicchi erweist sich als originelles Talent, unkonventionell, fernab von Stereotypen und Konventionen.
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