Magnificat
Sonia Aggio
Magnificat
Fazi
Zusammenfassung
Es ist 1951. In einem kleinen Bauernhaus in der Landschaft von Polesine, wo Gewitter den Himmel plötzlich verdunkeln und der Mais hoch und undurchdringlich wächst, leben Norma und Nilde, zwei Cousinen, die wie Schwestern aufgewachsen sind, nachdem ihre Mütter bei einem Bombenangriff im Krieg ums Leben gekommen waren. Nilde ist ein zurückhaltendes und ängstliches Mädchen, und ihre Angst wächst, als Norma sich seltsam verhält. Seit sie beim Kirschpflücken mit dem Fahrrad gestürzt ist, ist ihre Cousine nicht mehr dieselbe: Sie verschwindet grundlos bei jedem Gewitter, ist mürrisch, spricht nicht mit ihr und lässt sie nicht einmal mehr an sich heran. Nilde versucht, ihr durch die Felder zu folgen, lauscht den Gerüchten im Dorf, aber sie versteht nicht, warum ihre Norma, ihr Lichtblick im Leben, so schön wie die Madonna des Magnificat , die ihre Mütter so verehrten, ihr das antut. Was treibt Norma dazu, sich von Nilde zu distanzieren und beim ersten Donnerschlag wie ein wildes Tier zu fliehen? Was geschah an jenem Nachmittag am Flussufer? Warum diese plötzliche Kluft der Stille und der Lügen zwischen ihnen? Das unzerbrechliche Band zwischen den beiden Protagonisten wird durch beunruhigende Erscheinungen und unerklärliche Fluchten in einer verstörenden Geschichte voller Abwesenheit und Geheimnisse auf eine harte Probe gestellt. Im Hintergrund ein magnetisches Land, so tückisch wie der Fluss, der es durchfließt: der Po, der es fruchtbar macht, es aber manchmal überflutet, nur um ihm alles wieder zu nehmen. Ein intensives und visionäres Buch, das die Geheimnisse der Natur und der menschlichen Seele ergründet. Das außergewöhnliche Debüt einer sehr jungen Autorin.
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