Höher als am Tag
Valentina Orengo
Più in alto del giorno
Garzanti
Zusammenfassung
Mimì ist dreizehn und überzeugt, dass die Ferien in dem kleinen Grenzstädtchen am Meer die langweiligsten ihres Lebens sind. Sie verbringt ihre Tage lesend, sitzt auf dem abgebrochenen Stamm eines Olivenbaums und wartet darauf, dass etwas passiert. Eines Nachmittags taucht Alfred plötzlich wie aus dem Nichts auf, mit einer Haarlocke, die ihm ins Gesicht hängt, und nackten Füßen. Von diesem Moment an verändert sich alles um sie herum. Er ist es, der ihr zeigt, dass der Ort nach Wäsche, getrockneten Tomaten und Jasmin duftet. Er ist es, der sie Scatto, Nero und Scintilla vorstellt. Mit ihnen verbringt sie unbeschwerte Tage auf den Wegen, die den Hügel hinaufführen, über den Marktplatz und zum Strand. Zum ersten Mal genießt sie die Freiheit, und je weiter die Welt der Erwachsenen in die Ferne rückt, desto perfekter erscheint ihr alles, um wahr zu sein. Doch dieser verzauberte Moment ist kurz. In den Hügeln entdecken Mimì und Alfred ein Geheimnis, das zu groß für zwei Kinder ist. Ein Geheimnis, das sie trotz allem niemandem anvertrauen wollen. Die Realität bricht mit voller Wucht in ihr Leben und offenbart ihre dunkelsten Seiten. Alfreds und Mimìs Freundschaft vertieft sich, doch Angst, Unausgesprochenes und der Schmerz, der in den unvorhersehbaren Wendungen des Lebens verborgen liegt, markieren das Ende ihrer Kindheit. Ein Debütroman, der Eindruck hinterlässt und die Leser tief berührt. Valentina Orengo führt uns an die Hand an einen Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint, zu einem Augenblick in unserem Leben, in dem wir in den Augen anderer noch Kinder sind, in unseren eigenen aber nicht. Ein Buch, in dem eine besondere Freundschaft nach Freiheit und ihren unendlichen Möglichkeiten schmeckt.
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