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Es stimmt nicht, dass wir nicht glücklich waren

Irene Salvatori

Non è vero che non siamo stati felici

Bollati Boringhieri

Zusammenfassung

Man hört auf, Kind zu sein, wenn man Eltern wird. Doch nie braucht man seine Mutter mehr als in diesem Moment: um selbst Mutter zu werden, oder vielleicht einfach nur, um sich nicht so allein zu fühlen. Und wenn die Mutter nicht mehr da ist, weil der Tod sie aus dem Leben gerissen hat, wird der Abschied von der Kindheit und die Erziehung dreier Kinder zu einem Abenteuer. Angesiedelt in der Versilia der 1980er und 1990er Jahre, in Krakau und Berlin, erzählt „Es stimmt nicht, dass wir nicht glücklich waren“ mit seltener emotionaler Brillanz, aber auch mit spielerischer Poesie von einer chaotischen Lehrzeit. Die Protagonistin inszeniert eine Art kleinen Zirkus, der durch Europa reist: Sie hat zwei Hunde (zwei Ungarische Vorstehhunde) und drei Kinder namens Gauguin, Scoiattola und Caravaggio. Es gibt keinen festen Zeitplan; jeden Abend improvisieren sie. Sie – die ihrer Mutter schreibt, da sie nicht mit ihr sprechen kann – ist für die Wahl des Aufführungsortes und den Aufbau des Zeltes zuständig. Vor allem muss sie den kühnsten Zaubertrick vollbringen: Kinder davon überzeugen, dass die Welt ein schöner Ort ist, trotz der Sehnsucht, die ihr Herz quält. Heimat, so sagen die Deutschen, ist der Ort, woher man kommt und zu dem man immer gehören wird. Diesen Ort hat die kleine Gemeinschaft in diesem Roman auf ihrer Reise durch Länder und Sprachen als ihren nördlichen Kompass gewählt. Nur um dann ganz einfach zu erkennen, dass die Geografie keine Antwort liefert. Heimat ist die Mutter: Es gibt keinen anderen Ursprung und somit auch kein anderes mögliches Ziel.

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