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Eine außergewöhnliche Familie

Andrea Albertini

Una famiglia straordinaria

Sellerio

Zusammenfassung

Eine Familienchronik, mal behütet, mal aufgewühlt vom Lauf der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts; der Roman dreier Dynastien, die füreinander bestimmt sind: die Tolstoi, Tochter und Enkelin des russischen Genies; die Giacosas, die Familie des berühmtesten italienischen Dramatikers jener Zeit; die Albertinis, die Brüder, die den „Corriere della Sera“ berühmt machten und es wagten, Mussolini die Stirn zu bieten. Die Geschichte beginnt an zwei weit voneinander entfernten Orten: Jasnaja Poljana, dem Landgut, auf dem Leo Tolstoi lebte; und Colleretto bei Turin, wo der kleine Giuseppe, genannt „Pin“ Giacosa, „buchstäblich inmitten der Natur“ aufwuchs. Aus diesen beiden Winkeln ferner Provinzen, wie ferne Wellen auf dem Wasser, die sich vereinen, entspringen Familienereignisse und historische Umbrüche und führen zu einer einzigen Legende. Die Wechselfälle im Leben der Tolstoi-Brüder, Kriege, Revolutionen und Exil; und die Schwierigkeiten, Enttäuschungen und frühen Erfolge des jungen Giacosa, des Dramatikers und Librettisten von Tosca und La Bohème. Dann führt der Zufall zu einer dritten, überaus bedeutsamen Verbindung: dem turbulenten Abenteuer der beiden Albertini-Brüder, deren Biografien eng mit dem „Corriere della Sera“ verbunden sind. Besonders Luigi Albertini, der Herausgeber und Miteigentümer, der den „Corriere“ mit seinen revolutionären Beilagen zur meistgelesenen Zeitung Italiens und zur modernsten Europas machte; der liberal-konservative Journalist, der gezwungen war, seine Zeitung aufzugeben, um sich als Einziger unter seinesgleichen dem aufkommenden Faschismus entgegenzustellen. Er dominiert dieses Buch, ebenso wie die Figur des „Pin“ Giacosa, der in all seiner menschlichen Zartheit porträtiert wird. Die Schilderungen des Familienlebens werden von außergewöhnlichen öffentlichen Ereignissen und bedeutenden Persönlichkeiten aus Theater, Journalismus und Politik begleitet. Die Erzählperspektive ist stets dieselbe wie die der Protagonisten. Die Handlung, die die einzelnen Geschichten in getrennten Szenen verfolgt, bis sie sich verflechten, scheint ideal in zwei Zeitebenen unterteilt: das Davor und das Danach – das gemächliche Ende des 19. Jahrhunderts, gefolgt von den Katastrophen des neuen Jahrhunderts. Doch die Geschichte verdeckt nicht, was dieser Roman im Kern ist: ein meisterhaftes Porträt der Gefühle.

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