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Zusammenfassung

Viola, eine Römerin, die durch Zufall und aus freier Wahl nach Palermo gezogen ist, arbeitet als Fernsehjournalistin. Sie leidet an einer Wahrnehmungsstörung (sie selbst nennt es lieber „eine Besonderheit“), der Synästhesie: Alles, jeder Ort, jede Person, die sie sieht, verschmilzt für sie mit Musik, und die Musik wiederum mit einer Farbe; aber nicht alles; manche Dinge nehmen sie ohne Musik und somit auch ohne Farbe wahr; „besser, man hält sich von ihnen fern“. Hinzu kommt eine schwerwiegendere degenerative Erkrankung, „defekte Neuronen“, die sie zwar nicht beeinträchtigt, aber ihre Art der Fortbewegung und ihre Wahrnehmung der Realität bestimmt. Romina, eine Zwanzigjährige aus wohlhabendem Hause, wurde mitten im Scirocco-Wind erdrosselt. Zefir, ein sehr beliebter Singer-Songwriter, gerät sofort unter Verdacht. Viola streift durch alle Schauplätze des Verbrechens und führt ihr turbulentes Leben weiter, indem sie in die Häuser und das Alltagsleben der unterschiedlichsten Menschen eindringt. Santo, der ehemalige Chefredakteur, der sich hartnäckig hinter Schweigen verbarg, brachte sie mit einem Freund in Kontakt, einem Polizisten, den sie wegen seiner wechselnden Hautfarbe Zelig nannte. Dieser schien ihre Intuitionen, ihre Visionen und ihr Talent, den Fall zu instrumentalisieren, auszunutzen. Die Ermittlungen entwickelten sich zu einer ungewöhnlichen Ich-Erzählung, weder Bewusstseinsstrom noch Beschreibung; eine Aufzeichnung von Gefühlen, Ereignissen und Zufällen, vermischt mit aktuellen Gedanken über sie selbst, die Stadt, die Geschehnisse und die Menschen, mit Witz, Ironie, Sarkasmus, Mitleid, Zynismus und Liebe – alles Gefühle, die darauf ausgerichtet waren, der zersplitterten Realität die Wahrheit zu entreißen. „ Do You Know Summer?“ erkundete das Thema Schuld und Unschuld, ohne jedoch einen endgültigen Kern zu finden. Und hinter der Detektivgeschichte strahlt das wahre Herz des Romans hervor: das bewegende Porträt, fast ein Tagebuch, einer Frau, die spürt, wie „die Dunkelheit in ihr immer größer wird“, dass sie „anders“ ist und deshalb ihr Leben ganz anders durchlebt, mit Trauer und Heiterkeit, Melancholie und Begeisterung, Schmerz und Freude. Palermo ist das Symbol dieser Widersprüche, ebenso wie der Ort selbst, eine „Stadt der Gegensätze“: seine Gerüche, sein Mitgefühl und seine Wildheit; und das desillusionierte andere Palermo, „heuchlerischer und gleichgültiger als zuvor“. Doch es ist Viola, die wir einfach lieben müssen.

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