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Diese dünne Linie

Silvia Napolitano

Quel confine sottile

Bollati Boringhieri

Zusammenfassung

Der Psychoanalytiker Fabrizio Mieli behandelt Zac, einen vierzehnjährigen schizophrenen Jungen, der so gut aussieht wie ein Elf und dessen einzige Freunde tote Kinder sind. Eines Tages erzählt Zac ihm, er habe die kopflose Leiche eines Teenagers im Fluss gefunden: diesmal eine echte Leiche, kein Geist. Die enthauptete Leiche ist die von Juliette, einem dreizehnjährigen französischen Mädchen. Keine Spuren, keine Zeugen. Bruno Ligabue, ein einsamer Polizeikommissar mit schwerem Herzen, beginnt zu ermitteln und entdeckt bald, dass der Besitzer einer bei Teenagern beliebten Bar Mädchen, die nicht Nein sagen können, Getränke und vielleicht mehr anbietet. Es ist eine Spur, die erste. Doch Agostina Picariello, die zuständige Staatsanwältin, eine barsche und außergewöhnlich hässliche Frau, ist anderer Meinung als Ligabue. Der Konflikt zwischen den beiden ist unmittelbar, instinktiv: Agostina ist überzeugt, dass Zac, der Junge, der sie fand, Juliette getötet hat, während der Kommissar dem vehement widerspricht. Zwei Hauptfiguren, zwei Persönlichkeiten, zwei gegensätzliche Weltanschauungen. Doch Ligabue und Picariello sind sich viel ähnlicher, als sie denken: Im Laufe der Ermittlungen treten ihre Fehler, Ängste und Schwächen zutage. Die Entdeckung des Mörders wird unerwartet sein und geheimnisvolle, undurchsichtige Wege beschreiten. Doch mit der Aufklärung des Falls werden auch die Charaktere ihre tiefsten Geheimnisse offenbaren, und ihre innersten Wahrheiten werden ans Licht kommen, genau wie Juliettes Leiche aus dem Fluss geborgen wurde. Ein vielschichtiger Roman, in dem sich die Leben der Figuren wie die Fäden eines einzigen Gewebes verweben: zunächst das von Kommissar Bruno Ligabue, durchdrungen von tiefstem Schmerz und zusammengehalten von Hartnäckigkeit und Leidenschaft für seine Arbeit; dann das von Fabrizio, einem Psychoanalytiker mit inneren Konflikten; Raimondo, einem mürrischen, aber freundlichen Gerichtsmediziner; Brenda, eine willensstarke Frau, die Ligabue aus seiner Isolation befreit; und dann Aurora, Zacs strahlende Mutter; und die der fürsorglichen, älteren Nachbarn des Kommissars, zerbrechlicher und unsicherer junger Mädchen; und eines psychotischen Hundes, der sich um Bruno und seine Genesung kümmert. Ein Netz von Beziehungen, entstanden aus dem Tod eines jungen Mädchens und gipfelnd in der Erkenntnis, dass das Leben trotz allem schön ist; und in der ungewöhnlichen Familie, die sich im Namen gegenseitigen und tiefen menschlichen Mitgefühls bildet, findet jeder schließlich seinen Platz. Zumindest für eine Weile.

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