Die junge Straße
Antonio Albanese
La strada giovane
Feltrinelli
Zusammenfassung
Nino, ein junger sizilianischer Bäcker, wird nach dem 8. September gefangen genommen. Er hatte den Waffenstillstand nicht richtig verstanden und geglaubt, die Deutschen würden ihn zu seiner Familie in die Madonie-Berge zurückschicken. Stattdessen brachte ihn der Zug in ein Kriegsgefangenenlager in Österreich, wo er Hunger, Kälte und Angst litt. Nino ist ein IMI, ein Militärinternierter, dem nicht einmal die Rechte eines Gefangenen zustehen. Trost findet er in seiner Freundschaft mit Lorenzo, einem kultivierten und unkomplizierten jungen Toskaner, der mit ihm in der Küche des riesigen Metzgers Piemontese arbeitet. Gemeinsam nutzen die drei die Wirren der Silvesterfeierlichkeiten 1944 zur Flucht. Doch draußen nagen Kälte, Hunger und Angst nicht weniger an ihm: Sich zurechtzufinden ist schwer, Essen und Unterkunft zu finden ein Kampf, und die Menschen sind verängstigt und aggressiv. Sizilien scheint unerreichbar, und Nino lässt Kilometer für Kilometer seine Unschuld und Jugend zurück. Doch auf seiner endlosen Reise durch die von den Nazis besetzten Gebiete, wo Partisanen kämpfen und Bombenangriffe andauern, und schließlich durch die Verwüstung des vom Vormarsch der Alliierten verwüsteten Südens, geben ihm die Erinnerungen an Schönheit und die Wärme der Liebe Kraft. Während er die roten Schnecken isst, die nach dem Regen aus der Erde kriechen, steigen auch seine Erinnerungen in ihm auf: das Fest des Heiligen am 15. August, der Duft von Butter und Vanille aus den Keksen seines Vaters, der Geschmack von geschmorten Babaluci, der Nervenkitzel der Targa Florio, des berühmten Autorennens. Und die Wärme der Küsse von Maria Assunta, die vielleicht noch immer auf ihn wartet und die er um jeden Preis wieder in die Arme schließen möchte.
Bewertungen
Letizia Paruzza
De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3G
Ich habe den Roman „La strada giovane“ von A. Albanese sehr genossen! Er ließ sich sehr leicht lesen, da er sehr geradlinig aufgebaut ist. Die Geschichte fand ich fesselnd und flüssig erzählt, und Lorenzos Rolle hat mir besonders gut gefallen.
Caterina Busso
De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3G
Antonio Albaneses „La Strada Giovane“ behandelt das Thema der Partisanenflucht aus einem Konzentrationslager. Obwohl mich das Thema interessiert, fiel mir die Lektüre schwer, da ich nicht gern lese. Das Buch ist intensiv, erfordert aber große Aufmerksamkeit. Für alle, die gern lesen, ist es aufgrund seiner Tiefe eine lohnende Herausforderung.
Valentina Bracco
De Amicis High School von Cuneo, 2C
„Der junge Weg“ ist ein leicht verständliches und unterhaltsames Buch, das die Geschichte von Nino erzählt, der in einer vom Krieg geprägten Zeit lebt. Auf seiner Reise begegnet er Angst, Hunger und Entbehrungen. Es liest sich flüssig und vermittelt eine berührende Botschaft – ein Lesegenuss.
Cecilia Damiano, Alessandro Migliore
De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3B
Antonio Albaneses „La strada giovane“ (Der junge Weg) besticht unserer Meinung nach vor allem durch seine Schlichtheit. Es ist kein Roman voller Wendungen und komplizierter Beschreibungen, aber gerade deshalb wirkte er so authentisch auf uns. Ninos Geschichte regte uns zum Nachdenken darüber an, was es bedeutet, in einer Zeit wie dem Krieg in unserem Alter zu sein: Wir machen uns heute Sorgen um Prüfungen, Beziehungen und die Zukunft, während er ums Überleben und die Heimkehr kämpfen musste. Das Thema der Reise, die nicht nur physisch, sondern auch entwicklungsbezogen ist, hat uns tief berührt. In gewisser Weise erkannten wir uns im Titel wieder: Auch wir befinden uns auf einem „jungen Weg“ und versuchen zu verstehen, wer wir sind und wohin wir wollen, wenn auch in einem völlig anderen und viel sichereren Umfeld. Manchmal hätten wir uns vielleicht eine tiefere Auseinandersetzung mit den Figuren und ihren Gefühlen gewünscht, da einige Passagen sehr schnell abgehandelt werden. Dennoch sorgt der schlichte Stil für eine flüssige und zugängliche Lektüre, und wir glauben, dass dieses Buch junge Menschen in unserem Alter ansprechen wird. Insgesamt empfanden wir es als einen kurzen, aber bedeutsamen Roman, der uns einen Moment innehalten und darüber nachdenken ließ, wie glücklich wir uns schätzen können und dass die Sehnsucht nach „Heimat“ und Freiheit etwas Universelles ist.
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