Der Winter des schwarzen Hasen
Zusammenfassung
Nadia ist neun Jahre alt, ihre Mutter umarmt sie nie, und von ihrem Vater hat sie nur noch vage Erinnerungen. Doch eines Morgens, kurz nach Weihnachten, steckt ihre Mutter sie in Stiefel und erlaubt ihr, nur das Liebste mitzunehmen: ihr Logbuch. Darin hält sie die Merkmale und Gewohnheiten aller Tiere fest, denn in ihrer Welt aus Federn und Stoßzähnen, aus Lauten und Gesängen findet sie eine Ordnung, die ihr Trost spendet. Gemeinsam machen sich Nadia und ihre Mutter Rosa auf den Weg zur Hütte von Onkel Tone, der mit seinem Hund Fumo mitten in einem großen Wald lebt, fernab von allem. Hier lernt Nadia, das Glitzern des Schnees und die Stimmen der Berge zu erkennen; hier hört sie die Legende vom Schwarzen Hasen, dessen unermüdliches Tempo die Jahreszeiten verändert; hier beginnt sie zu verstehen, welche Last auf den Schultern ihrer Mutter lastet: gewiss nicht die des Rucksacks, mit dem sie jeden Morgen zu langen, einsamen Spaziergängen aufbricht, sondern etwas viel Ernsteres und Unaussprechlicheres. Gerade in der dünnen Bergluft und inmitten des tiefen Schnees müssen Nadia und Rosa die Kraft finden, die Kälte in ihren Herzen zu überwinden und den Mut aufbringen, ihren Lebensweg erneut zu beschreiten. Angela Tognolini beginnt mit einer Erzählung, die so authentisch und kraftvoll ist wie die Bäume, die ihre stummen Protagonisten sind.
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