Der Flüchtling
Charles Lefebvre
La fuggitiva
Gelenke
Zusammenfassung
Amsterdam, Juli 2012. In den Büroräumen von Seleksoft, einem niederländischen Unternehmen, das sich auf die Verschlüsselung sensibler Daten spezialisiert hat, wird der Kryptografieanalyst Mick Hendriks ermordet. Neun Monate später stürzt in Châtillon-sur-Marne der Buchhalter eines Priorats im Morgengrauen vom Kirchturm. Die Selbstmordtheorie überzeugt Kommissar Legrand nicht, der nach Marseille, der Heimatstadt des Angestellten, reist. Doch sein Leben und seine Ermittlungen kommen hinter der Tür eines drittklassigen Hotels abrupt zum Stillstand. Zwei Todesfälle, die aus völlig unterschiedlichen Welten zu stammen scheinen. François Gérard, Leiter des DCRI, des französischen Geheimdienstes, der mit der niederländischen Polizei im Fall Hendriks zusammenarbeitet, begibt sich kopfüber in die Gassen von Marseille auf die Suche nach Legrands Mörder, einem langjährigen Freund. Doch das Rätsel ist komplex, die Spuren mehrdeutig, die Hinweise widersprüchlich. In Marseille lebt eine junge, schöne Tunesierin namens Sahar. Sie floh mit Farid, dem Mann, den sie zu lieben glaubte, vor Ben Alis Regime. Sie arbeitet in einer Buchhandlung am Quai und verbringt ihre Abende in den bunten und lauten Bars des Panier und des Cours Julien. Doch dann, eines Abends, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von einer Falle in Farids Haus gelockt, findet sie dort einen Mann mit eingeschlagenem Schädel. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als zu fliehen. Alles spricht gegen sie; seine Fingerabdrücke und sein Blut sind überall. Gerard und Sahar verfolgen aus unterschiedlichen Gründen dasselbe Ziel; ihre Wege verlaufen parallel, streifen sich, kreuzen sich aber nie. Sahar, die des Mordes an dem Drogendealer beschuldigt wird, hat nur einen Ausweg: herauszufinden, wer ihr etwas anhängen will. Auf ihrer Flucht zwischen Frankreich und den Niederlanden, zwischen Fallen und Hinterhalten, Verkleidungen und erotischen Begegnungen, hinterlässt die Frau – bewusst oder unbewusst – eine Spur der Verrat. Kommissar Gerard ist ein innerlich zerrissener Mann. Seitdem Michelle, die Frau, die er liebt, ihn verlassen hat, lebt er allein mit seinen beiden Mischlingshunden Dupin und Maigret am Stadtrand von Paris. Doch er ist auch ein brillanter Detektiv, feinsinnig und scharfsinnig in seinen Analysen, unermüdlich in der Verfolgung seiner Intuition. Auf der Suche nach Legrands Mörder verfolgt er Sahar und entdeckt durch sie, dass im Hintergrund eine Person die Fäden zieht, die ihm bis zum Schluss das Leben schwer machen wird und deren Name nur ihm bekannt ist: Garcia.
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