Der Engel von Monaco
Fabiano Massimi
L’angelo di Monaco
Longanesi
Zusammenfassung
München, September 1931. Kommissar Siegfried Sauer wird dringend in eine repräsentative Wohnung am Prinzregentenplatz gerufen. Dort wurde die 22-jährige Angela Raubal, genannt Geli, leblos in ihrem verschlossenen Zimmer aufgefunden. Neben ihrem Körper liegt ein Revolver: Alles deutet auf Selbstmord hin. Geli ist jedoch kein gewöhnliches Mädchen, und die Wohnung, in der sie lebte und starb, gehört – wie der Revolver, der den tödlichen Schuss abgab – nicht irgendwem: Ihr Vormund ist „Onkel Alf“, im übrigen Deutschland bekannt als Adolf Hitler, der meistdiskutierte Politiker seiner Zeit, nicht zuletzt wegen seiner seltsamen Beziehung zu seiner Nichte, die sowohl bei seinen Feinden als auch bei seinen engsten Mitarbeitern Empörung und Skandal auslöste. Stets zusammen, stets glücklich und lächelnd in einer bisweilen jugendlichen Vertrautheit, hatten die Gerüchte über sie noch zugenommen, nachdem die schöne Nichte in die Wohnung ihres Vormunds gezogen war. Sauer gerät sofort in die Ermittlungen und gerät zwischen die Fronten: Einige befehlen ihm, die Untersuchung innerhalb weniger Stunden einzustellen, andere drängen ihn, dem Fall auf den Grund zu gehen und die Wahrheit ans Licht zu bringen, koste es, was es wolle. Hitler, der nach Bekanntwerden der Nachricht sofort aus Nürnberg herbeigeeilt ist, bestätigt ihm ein wasserdichtes Alibi. Selbst die Aussagen der Bediensteten sind vollkommen schlüssig. Doch gerade diese scheinbare Unwiderlegbarkeit der Fakten weckt Zweifel in Sauer, der beschließt, tiefer zu graben. Die Wahrheiten, die er aufdecken wird – so düster, dass sie all seine beruflichen und persönlichen Gewissheiten erschüttern –, zwingen ihn zu Entscheidungen, von deren Ausgang die Zukunft der Demokratie in Deutschland abhängen könnte
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