Das Lied des Glücks
Zusammenfassung
Mailand, Ende des 19. Jahrhunderts. Als der achtjährige Angelo Rizzoli ins Waisenhaus kommt, trägt er einen zwei Nummern zu großen Pullover und Erwachsenenschuhe, in denen er wie eine Ente watschelt. Der Beamte, der ihn am Eingang registriert, schreibt auf das Aufnahmeformular: „Ein Leben voller Entbehrungen.“ In dieser kleinen Welt voller Regeln – und Strafen – ist Angelo glücklich: Als armer Mann unter Armen lernt er, dass man Opfer bringen, Risiken eingehen und vor allem an sich selbst glauben muss, um voranzukommen. Er macht seinen Grundschulabschluss und findet Arbeit in einer Goldschmiede, doch dieser Job ist nichts für ihn, genauso wenig wie die Arbeit unter einem Chef. Dann, fast zufällig, bewirbt er sich bei einer Druckerei. Berauscht vom Geruch der Tinte, verzaubert von all den ordentlich in den Schubladen des Setzers aufgereihten Schriftarten, findet er seine Berufung. Und jeden Tag wird er besser, jeden Tag entschlossener. Einige Jahrzehnte später sitzt Angelo im Flugzeug nach Los Angeles. Er hält eine Spielzeugzigarette zwischen den Lippen. Er ist der König der Zeitschriften, Bücher und des Kinos. Er spricht auf Augenhöhe mit dem Premierminister. Er ist umgeben von Schauspielerinnen und Schriftstellerinnen, Karrieristen und Feinden. Er hat Ischia in ein kleines Paradies verwandelt. Er ist das Oberhaupt einer turbulenten Familie, deren Zügel er dank seiner Frau Anna in der Hand hält. Sein Sohn Andrea war der erste Präsident eines Fußballvereins, der den Europapokal gewann. Seine Enkelkinder sind die Erben eines scheinbar unzerstörbaren Imperiums.
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