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Das Fenster im dritten Stock

Paola Darò

La finestra del terzo piano

Piemme

Zusammenfassung

Eine Krimikomödie, die man nicht verpassen sollte: Sie spielt in Turin. Die Leiche eines älteren Malers wird in einem Gebäude in der Innenstadt gefunden. Seine Gemälde erzählen eine Geschichte von Lügen und Täuschung. „Die Wahrheit ist, dass es keine Wahrheit gibt. Die Wahrheit ist, dass wir das sind, was wir fühlen, was wir interpretieren.“ Das Blaulicht der Streifenwagen erhellt die schlichten Fassaden der Turiner Gebäude und taucht die Nacht in ein zentrales Viertel, in dem sonst nie etwas passiert. Der ältere Savoyer Maler Simone Benelli wurde tot in seiner Wohnung gefunden, sitzend im Wohnzimmersessel, mit einem abgetrennten Finger. Keine Einbruchsspuren an der Haustür, kein Geräusch. Adele sah den alten Benelli jeden Tag. Er wohnte im Haus gegenüber und hatte die Angewohnheit, den Tag rauchend auf dem Balkon ausklingen zu lassen, genau wie sie. Er war ein distinguierter, eleganter Mann mit einer traurigen, einsamen Ausstrahlung. Der Fall weckt ihre Neugier: Sie kontaktiert die Familie und beschließt, dem verstorbenen Maler eine Einzelausstellung in ihrer kleinen Kunstgalerie zu widmen. So beginnt die Suche nach der Vergangenheit eines geheimnisvollen Mannes, den nicht einmal seine Nichte Nadia wirklich kannte. Eine stürmische Jugend in London, ein später Lebensabschnitt in Italien, ein großer anfänglicher Erfolg und plötzliche, lang anhaltende Schaffenskrisen. Benellis Leben ist, wie seine Kunst, voller Widersprüche und Geheimnisse. Doch wer hat ihn getötet? Das Fenster im dritten Stock verkörpert den intimsten Charakter einer zurückhaltenden und noblen Stadt wie Turin.

Bewertungen

Chiara Rainero

De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3G

Adele, Galeristin und somit Kunstliebhaberin, gerät in einen Mordfall. Die Faszination der Kunst treibt sie an, selbst Detektivin zu werden. Dieser Kriminalroman spielt im heutigen Turin, einer Stadt voller Geheimnisse. Die fesselnde Erzählweise besticht durch zeitgemäße Sprache, eine packende Handlung und einen flüssigen, mitreißenden Schreibstil. Die Ermittlungen geben Adele zudem die Möglichkeit, über ihr eigenes Leben, ihre Ängste und ihre innere Leere nachzudenken. Auch der Leser wird dadurch zum Nachdenken über Schmerz, Gerechtigkeit und Wahrheit angeregt. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig gezeichnet, mit einem Hauch von Humor. Zusammenfassend hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es leicht verständlich und gut lesbar ist. Die Tatsache, dass es in Turin spielt, einer Stadt ganz in unserer Nähe, unterstreicht meine These. Das Buch ist für jeden geeignet, ob Krimifan oder nicht.

Peter O.

De Amicis High School von Cuneo, 2C

Ich habe dieses Buch sehr genossen, denn es ist ein fesselnder Krimi, der in Turin spielt, einer Stadt voller Geschichte und Kultur. Die Autorin erzählt die Geschichte mit genau dem richtigen Maß an Tiefgang, sodass wir die Gedanken des Protagonisten, eines jungen Malers, nachvollziehen können. Als ein Mordverdacht die Ruhe des Alltags erschüttert, nimmt die Handlung rasant Fahrt auf und wird immer packender. Man verschlingt das Buch im Nu!

Hawa Denne

De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3B

Der Text liest sich flüssig und ist sehr angenehm; das Ende war unerwartet. Ich fand ihn fesselnd und fühlte mich in die Geschichte hineinversetzt. Er ist wirklich packend. Der Schreibstil ist einzigartig, und ich habe ihn sehr genossen. Ich möchte das Ganze mit einem Zitat aus dem Buch zusammenfassen: „Wer hat mich getötet, Miss Tedeschi, ich oder er? Wenn er mich getötet hat, wer kann dann sagen, ob ich ihn wirklich getötet habe?“

Sofia Reato

De Amicis Gymnasium von Cuneo, 3G

„Das Fenster im dritten Stock“ ist ein Buch, das einen langsam, fast lautlos, in seinen Bann zieht und dann immer stärker gefangen nimmt. Es ist keine Geschichte, die sich auf ununterbrochene Action konzentriert, sondern auf eine ständige psychologische Spannung, die sich aus Details, Verdächtigungen und kleinen Rissen in der Normalität zusammensetzt. Das Fenster im Titel wird sofort zum Symbol: beobachten und sich beobachtet fühlen, das Leben anderer beobachten, während im Inneren etwas zu zerbrechen beginnt. Am meisten beeindruckt hat mich die Atmosphäre. Ein Gefühl der Unruhe wächst Seite für Seite, ganz ohne übertriebene Wendungen. Alles wirkt plausibel, realistisch, und gerade deshalb ist es so beängstigend: Es könnte einem selbst passieren, im eigenen Haus, und man bemerkt etwas, das nicht stimmt. Die Figuren sind keine Helden, sondern ganz normale Menschen mit Schwächen und Obsessionen, die sie glaubwürdig und manchmal auch beunruhigend machen. Der Schreibstil ist flüssig, aber nie banal, und es gelingt ihm, in die Köpfe der Figuren einzutauchen und mich mit ihnen zweifeln zu lassen. Man ertappt sich oft dabei, wie man sich fragt, was real und was nur Einbildung ist, und dieses psychologische Spiel gehört zu den Stärken des Romans. Letztendlich ist „Third Story Window“ die ideale Lektüre für alle, die tiefgründige Psychothriller mögen, die sich nicht nur mit dem Mysterium, sondern auch mit der Analyse der menschlichen Psyche auseinandersetzen. Das Buch ist schnell vorbei, hinterlässt aber ein seltsames Gefühl, wie wenn man das Licht ausmacht und instinktiv einen Moment lang aus dem Fenster schaut.

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